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Blühende Bergwiese

Tarasp-Vulpera, Schweiz

liegt auf 1300 m

Wettervorhersage für Tarasp-Vulpera in / Graubünden
Samstag, den 10.12.2016FrühMittagAbend

Prognose:
Die Sonne scheint den ganzen Tag, Wolken sind kaum zu sehen

Wetter:
Temperatur:0°C8°C3°C
Niederschlags-
wahrscheinlichkeit:
Nieder-
schlag?
3%5%10%

Quelle: ZAMG

Tarasp-Vulpera

Überragt von einem tausendjährigen Schloss liegt der Ferienort Tarasp-Vulpera auf einer Terrasse über dem Südufer des Inns im schweizerischen Unterengadin. Tarasp ist der Name des gesamten Dorfes. Der Ortsname leitet sich von "terra aspera" ab, was "raue Erde" bedeutet. Seine 350 Einwohner verteilen sich auf zehn verschiedene Weiler.

Vulpera ist der Weiler mit dem größten Angebot an Hotels und Ferienwohnungen. Während die anderen Weiler ihren ursprünglichen Charakter vollständig bewahren konnten, war Vulpera bereits im 19. Jahrhundert eine Wiege des europäischen Kurtourismus. Das Bergdorf Tarasp erstreckt sich von 1180 Meter Seehöhe bis zum Gipfel des Piz Pisoc auf 3173 Meter. Auf dem Dorfgebiet liegen zwei kleine Seen, der Taraspsee und der Lai Nair.

Bis 1803 gehörte das Dorf zu Österreich. Noch heute lässt sich die habsburgische Herrschaft daran ablesen, dass der Ort eine katholische Enklave im ansonsten reformierten Unterengadin ist. Seit 2014 ist Tarasp Bestandteil der Gemeinde Scuol. Eine Mehrheit der Einheimischen spricht Rätoromanisch, genauer das lokale Idiom Vallader. Diese romanische Sprache existiert ausschließlich im Schweizer Kanton Graubünden und wird noch von ca. 60.000 Menschen gesprochen.

Sehenswürdigkeiten

Blick auf Schloss Tarasp auf einem Hügel
Schloss Tarasp / © Shesmax, Wikimedia Commons

Das Schloss Tarasp ist das Wahrzeichen des ganzen Unterengadins. Die ältesten Teile der Burg stammen aus der Zeit um 1040. Ihre heutige Größe erhielt die Anlage im 16. Jahrhundert. 1907 renovierte der Odol-Fabrikant Karl August Lingner das heruntergekommene Schloss im Stil des Historismus. Da das Mobiliar geplündert worden war, kaufte er einen Großteil der prachtvollen Einrichtung aus Beständen von Herrschaftshäusern in Graubünden und Tirol zusammen. In der Waffenkammer ließ er eine Orgel einbauen, die heute regelmäßig für öffentliche Konzerte genutzt wird. Während der Sommermonate finden täglich Schlossführungen statt.

Blick auf die Büvetta-Trinkhalle Tarasp im Wald neben einer Heilquelle
Büvetta / © Archipat, Wikimedia Commons

Ein weiteres Highlight des Orts ist die Büvetta, eine gegenüber dem Kurhaus erbaute Trink- und Wandelhalle aus dem späten 19. Jahrhundert. Hier werden die Heilquellen Emerita, Sfondraz und Lucius gefasst, die die stärksten Glaubersalz-Quellen Europas sind. Auch die barocke Dreifaltigkeitskirche und die Villa Engiadina gehören zu den Sehenswürdigkeiten des Orts.

Freizeit und Sport

Im Sommer ist Tarasp-Vulpera ein beliebtes Wandergebiet. Das Bergdorf liegt am Eingang des Schweizer Nationalparks, des ältesten Nationalparks der Alpen. Weitere Attraktionen sind die wild-romantische Clemgia-Schlucht und die Hexenplatte, ein prähistorischer Schalenstein. Darauf sollen einst Hexen so ausgelassen getanzt haben, dass sie mit ihren Ziegenfüßen die charakteristischen Vertiefungen hinterließen.

Oberhalb von Vulpera findet sich ein Neun-Loch-Golfplatz. Außerdem befindet sich in Vulpera eines der ältesten Freischwimmbäder in der Schweiz. Reizvoll ist auch ein Ausflug in die gut erhaltenen Dörfer der Umgebung. Diese sind von massiven Engadinerhäusern mit traditionellem Sgraffito-Schmuck, einer Kratz-Stucktechnik, geprägt. Herausragendes Beispiel ist Guarda, der Schauplatz des bekannten Kinderbuchs "Schellenursli".



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