Innerhalb weniger Tage sind in den Alpen mindestens zehn Menschen bei Bergunfällen ums Leben gekommen. Schwerpunkt der Unglücke: Italien.
Bei einem Bergunglück am Pasubio im Gebiet Sojo d´Uderle in der norditalienischen Provinz Vicenza stürzten am Sonntag ein 26-jähriger Mann und eine 25-jährige Frau ab. Sie waren gemeinsam mit einem weiteren Bergsteiger in einer Seilschaft unterwegs und stürzten aus bisher ungeklärter Ursache rund 100 Meter über felsiges Gelände ab. Die alarmierten Rettungskräfte konnten nur noch den Tod der beiden Bergsteiger feststellen.
Bereits am Freitag kam es am beliebten Gran Paradiso (4.061 m) zu einem tragischen Unfall. Drei Bergsteiger hatten sich am frühen Morgen nach der Übernachtung auf einer Berghütte in Richtung Gipfel aufgemacht. Als die drei am Abend nicht zurückgekehrten, wurde ein Notruf abgesetzt. Die Bergwacht entdeckte die drei Leichen in der Nordwand, die Seilschaft war dort abgestürzt. Alle drei Alpinisten konnten nur noch tot geborgen werden.
Am Samstagfrüh starben zwei Alpinisten am Mont Blanc. Die Bergsteiger stürzten am Kuffner-Grat des Mont Maudit ab, sie waren von einem massiven Steinschlag getroffen worden. Für die Bergsteiger, ein Mann und eine Frau, die rund 300 Meter mitgerissen wurden, kam jede Hilfe zu spät.
Ebenfalls in der Region kam am Wochenende ein 56-jähriger Skifahrer ums Leben. Er wurde von einem Schneebrett an der Brenva-Flanke auf der italienischen Südseite des Mont Blanc mitgerissen.
Tragischer Unfall auch in den bayerischen Alpen: Am Samstag verunglückte ein erst 22-Jähriger aus München im Abstieg vom Schöttlturm nahe der Viererspitze. Wie der BR berichtet, war der Mann in leichterem Gelände unangeseilt unterwegs, als ein Halt ausbrach. Der Kletterer stürzte durch steiles, felsdurchsetztes Gelände 130 Meter ab und zog sich dabei tödliche Verletzungen. Bergwacht und Notarzt konnten nur noch den Tod des jungen Mannes feststellen.
Am Samstagmorgen stürzte ein Bergsteiger am Pic Tyndall auf dem Normalweg zum Gran Becca nahe des 4478 Meter hohen Matterhorn ab. Der Verunglückte wurde mit der Air Zermatt in Zusammenarbeit mit der Bergrettung des Aostatals geborgen und ins italienische Aosta gebracht. Für ihn kam jede Hilfe zu spät.