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Drei von vier Strecken fallen der Wetterprognose zum Opfer

Am diesjährigen Nationalpark Bike-Marathon starten sämtliche Kategorien ab S-chanf

Das Organisationskomitee sieht sich aufgrund der schlechten Wetterprognosen gezwungen, die Streckenführung am 17. Nationalpark Bike-Marathon drastisch anzupassen. Wind, Kälte und Regen machen die Passübergänge für das Rennen zu gefährlich, sodass am 25. August sämtliche Bikerinnen und Biker in S-chanf starten müssen.

Mountainbiker bei schlechtem Wetter während des Nationalpark Bike-Marathons
Schlechtes Wetter beim Nationalpark Bike-Marathon gemeldet © Martin Plattner

Knapp drei Tage vor dem Anlass hat das Organisationskomitee an seiner Eventualplanungssitzung die negative und risikobehaftete Wetterprognose für den 17. Nationalpark Bike-Marathon analysiert und einschneidende Massnahmen beschließen müssen: Am 25. August starten die Teilnehmer sämtlicher Strecken und Kategorien auf der 47 Kilometer-Strecke. Die Startorte Scuol, Fuldera und Livigno werden aufgehoben und nach S-chanf verlegt. Die zu erwartenden Winde, Niederschläge und tiefen Temperaturen zwingen die Verantwortlichen zu diesem gravierenden Entschluss. Mit Blick auf die Sicherheit aller Teilnehmenden sowie auch der Voluntaris habe das OK laut Präsident Claudio Duschletta leider keine andere Wahl: "Wir sagen das Rennen damit nicht ab, aber wir müssen auf eine einschneidende Alternative ausweichen." Eine Entscheidung, die das ganze OK nur schweren Herzens fiel. "Wir können verstehen, dass wir damit unzählige überaus motivierte Bikerinnen und Biker enttäuschen müssen. Ihre Gesundheit liegt uns allerdings mehr am Herzen, als alles andere."

Zu wichtig die Faktoren, zu schlecht die Vorhersagen, zu groß die Gefahr

Die Organisatoren des Nationalpark Bike-Marathons haben für die Wettervorhersagen eigens zwei Meteorologen von separaten Diensten beauftragt, Detailprognosen für das ganze Gebiet sowie für die neuralgischen Punkte zu errechnen. Aus diesen geht einstimmig die Warnung vor Niederschlägen, teils sehr niedrigen Temperaturen und konstantem Nordostwind hervor. Diese Faktoren haben in vergleichbarer Weise vor sieben Jahren zum Rennabbruch auf sämtlichen Strecken mit anschließender Evakuation der Bikerinnen und Biker geführt. Dieser Situation will sich niemand bewusst ein zweites Mal aussetzen. "Wenn die Wetterprognosen stimmen - wovon wir ausgehen müssen - wäre die Sicherheit am Samstag auf alpinen Teilen der Strecke wie auch für die Voluntaris nicht gewährleistet. Der prognostizierte Nebel verunmöglicht zudem Rettungsflüge in alpinen Lagen - was wir jedoch jederzeit gewährleisten müssen. Nach den Erfahrungen von 2011 ist dies leider der einzige richtige Entschluss" so der OK-Präsident.

Neue Ausgangslage, Herausforderung angenommen

Im Sinne der Sicherheit aller Beteiligten starten in diesem Jahr alle Kategorien aller gemeldeten Strecken heuer folglich erst in S-chanf. Diese Programmänderung bringt zahlreiche organisatorische, logistische und kommunikative Herausforderungen mit sich, zumal sie weniger als 72 Stunden vor dem Start passiert. "Wir nehmen diese Aufgabe jedoch entschlossen an und geben gemeinsam mit allen Voluntaris, Partnern und Institutionen unser Bestes, um den Teilnehmern am Samstag trotz allem einen großartigen Renntag zu ermöglichen" führt Duschletta aus. Die nötigen Massnahmen bei den Transporten, in der Planung wie auch bei den Helfereinteilungen liefen bereits auf Hochtouren. Wichtig sei jetzt laut Duschletta aber vor allem die Information der Teilnehmer. "Schließlich teilen wir alle gemeldeten Teilnehmer ohne Unkosten auf den Startort in S-chanf um. Die Kategorien erhalten wir dennoch bei und starten diese gestaffelt in S-chanf. Die nötigen Informationen dazu schalten wir ab sofort laufend auf www.bike-marathon.com auf."