Mit "Salzburger Handwerk, Tradition und Natur" bringen die Salzburger Stadtdörfer eine neue, 2- bis 3-tägige Radroute an den Start, die Salzburg abseits der bekannten Postkartenmotive zeigt: als lebendigen Kultur- und Wirtschaftsraum zwischen Stadtdörfern, Landschaft und traditionellem Handwerk. Fünf flexibel kombinierbare Teilstrecken machen die Tour für Tourenrad und E-Bike gleichermaßen zugänglich – auch als eintägiger Ausflug.
Die neue Route führt durch die Stadtdörfer rund um Salzburg und verknüpft Landschaft, regionale Betriebe und kulturell gewachsene Orte zu einer abwechslungsreichen, mehrtägigen Tour. Im Zentrum steht dabei nicht die klassische Sehenswürdigkeit, sondern das gelebte Handwerk und der Handel der Region: Landwirtschaft und Veredelung, Fischerei, Holzwirtschaft, Steinverarbeitung und kirchlich geprägte Orte zeichnen entlang der Strecke ein Bild davon, was Salzburg seit jeher wirtschaftlich und kulturell prägt.
Damit sich die Tour an Zeit, Kondition und Interesse anpassen lässt, ist "Salzburger Handwerk, Tradition und Natur" in fünf Teilstrecken gegliedert, die auch einzeln als Tagestrips gefahren werden können:
Schwierige E-Bike-Tour. Sehr gute Kondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.
Highlights:
Am malerisch gelegenen Raggingersee, einem vermutlich bereits im 16. Jahrhundert künstlich angelegten Fischteich, eröffnet sich vom Hügelkamm aus ein weiter Blick über den Flachgau bis zum Bergpanorama. Der Keramikgarten zeigt eine Sammlung kunstvoller Keramikarbeiten direkt an der Strecke. Am Schloss Ursprung, das heute die landwirtschaftliche Fachschule HBLA beherbergt, treffen historisches Gemäuer und moderne Ausbildung aufeinander.
Die Fuchsmühle in Anthering zählt zu den letzten erhaltenen Rückschüttmühlen Europas und nutzt bis heute die Kraft des Achartinger Baches zum Mahlen des Korns. Im SonnenMoor dreht sich alles um Moor und Kräuter – hier lässt sich nachvollziehen, wie Firmengründer Franz Fink sein Kräuterwissen aufbaute und daraus die bekannten SonnenMoor-Produkte entstanden. An der Bachschmiede, einem bis ins Jahr 1567 zurückreichenden und 1985 restaurierten Gebäude, ist heute das kulturelle Zentrum der Gemeinde beheimatet. Und beim Pulvermacher-Museum in Elsbethen erwarten euch auf drei Etagen hunderte Exponate, die von der Urzeit bis in die Gegenwart reichen.
Moderate E-Bike-Tour. Gute Grundkondition erforderlich. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.
Highlights:
Bei der Imkerei Anton und Gertraud Trattner zeigt sich, wie die Veredelung von Lebensmitteln und die Honigproduktion für kleine und mittelständische Betriebe der Region zunehmend an Bedeutung gewinnen. Beim Holznerwirt wird sichtbar, wie eng Gastronomie und lokale Produzenten in Salzburg zusammenarbeiten. Das Wasserkraftwerk Grabenmühle steht stellvertretend dafür, wie stark Salzburg auf Wasserkraft als eine der wichtigsten Energiequellen Österreichs setzt. Am Schloss Ursprung, Sitz der landwirtschaftlichen Fachschule HBLA, treffen historisches Gebäude und zukunftsorientierte Ausbildung aufeinander. Das Ursprunger Moor erinnert daran, dass Torf einst ein bedeutender Rohstoff war – Informationstafeln vor Ort geben Einblick in die Moorgewinnung. Im SonnenMoor schließlich erfahren Radfahrende, wie aus Moor- und Kräuterwissen die bekannten SonnenMoor-Produkte entstehen.
Einfache E-Bike-Tour. Für alle Fitnesslevel. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.
Highlights:
An der Bachschmiede, die bis ins Jahr 1567 zurückreicht und heute nach ihrer Restaurierung als kulturelles Zentrum der Gemeinde dient, beginnt die Etappe. In den Goiser Wiesen lässt sich die Holzwirtschaft hautnah mit dem Rad erkunden und nachvollziehen, woher das im Alltag verwendete Holz stammt. Der Untersberg selbst zählt zu den wichtigsten Holzreserven im Salzburger Land, bevor die Route zum Untersberger Marmor führt: Historisch fest in der Salzburger Wirtschaft verankert, wird das Gestein bis heute in einem Marmorwerk am Fuß des Berges verarbeitet – harte körperliche Arbeit, aus der filigrane, edle Produkte entstehen. Im Untersbergmuseum Grödig-Fürstenbrunn schließlich vermitteln Themen wie Jagd, Palmbuschen und die Sage von der Wilden Jagd weitere Traditionen und Handwerke der Region.
Einfache E-Bike-Tour. Für alle Fitnesslevel. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.
Highlights: Die Etappe startet an der geschichtsträchtigen Bachschmiede, die bis 1567 zurückreicht und heute als kulturelles Zentrum der Gemeinde dient. Weiter geht es zum Baierlgut in Wals, wo Gemüsebauern die ganze Region und darüber hinaus versorgen und im Hofladen Obst und Gemüse zu fairen Preisen direkt ab Hof erhältlich sind. Den Abschluss bildet das Pulvermacher-Museum in Glasenbach, das im ehemaligen Pulvermacher-Zuhaus auf drei Etagen hunderte Exponate von der Urzeit bis in die Gegenwart zeigt.
Einfache E-Bike-Tour. Für alle Fitnesslevel. Überwiegend befestigte Wege. Kein besonderes Können erforderlich.
Highlights: Die kompakteste der fünf Teilstrecken verbindet Grödig und Elsbethen und führt zu zwei musealen Highlights der Route. Im Untersbergmuseum Grödig-Fürstenbrunn erfahren Radfahrende mehr über Jagdtraditionen, Palmbuschen und die Sage von der Wilden Jagd am Untersberg. Im Pulvermacher-Museum in Glasenbach warten anschließend im ehemaligen Pulvermacher-Zuhaus auf drei Etagen hunderte Exponate, die von der Urzeit bis in die Gegenwart reichen.
Ob als vollständige Mehrtagestour oder als einzelne Teiletappe – die Route macht sichtbar, wie eng Landschaft und Wirtschaft in der Region rund um Salzburg miteinander verwoben sind. Von der Imkerei über Wasserkraft und Holzverarbeitung bis zur Marmorgewinnung im Naturpark Untersberg reihen sich Betriebe und Orte aneinander, die die Kulturlandschaft bis heute prägen. Weiterführende Informationen zu den einzelnen Betrieben entlang der Strecke stellen die beteiligten Tourismusverbände auf ihren Websites bereit.