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Heilen und Genießen mit den Schätzen von Mutter Natur

Tipps zur Wildkräuterernte vom Schmittenhöhe-Kräuterexperten

Seit Jahrhunderten werden Kräuter und Heilpflanzen für die Wundheilung eingesetzt, dienen als natürliches Nahrungsergänzungsmittel und verfeinern kulinarische Kreationen. Der Kräuterexperte Alfred Bürki vom Sonnkogel Restaurant auf der Schmittenhöhe in Zell am See verrät, worauf bei Ernte sowie Zubereitung zu achten ist und wie die Helferlein eingesetzt werden können.

Sonnenterrasse des Sonnkogel Restaurants auf der Schmittenhöhe
Auf dem Sonnkogel genießt man Gutes aus Kräutern © Schmittenhöhebahn AG

Kräutersammeln für Anfänger

Im Gegensatz zu den Plagiaten im Handel sind Wildkräuter viel intensiver im Geruch und Geschmack, da die Supermarktkräuter in der Regel aus Anbau-Kulturen stammen. Wer zum ersten Mal Kräuter in freier Natur sammeln will, sollte klein anfangen und auf dem Wissen zu bereits bekannten Kräutern aufbauen. Dabei helfen Fachbücher, Internetbeiträge oder auch eine Kräuter-App. Aufgrund der Vielfalt im Netz sollte bei der Auswahl auf fachkundige Empfehlungen und Bewertungen geachtet werden.

Wenn es ans Sammeln geht, rät Experte Alfred Bürki zum Grundsatz "weniger ist mehr": höchstens mit drei bis fünf Kräutern anfangen, diese gründlich studieren und auf unterschiedliche Weise ausprobieren. Erst dann sollte das Wissen mit neuen Kräutern erweitert werden. Die Pflanzen können entweder frisch verwendet, getrocknet oder konserviert werden. Sirupe eignen sich besonders gut, um Kräuter haltbar zu machen. Außerdem können sie in Öl oder Alkohol angesetzt werden.

Mutter und Tochter auf dem Rundweg Kraut & Ruam auf der Schmittenhöhe
Rundweg "Kraut & Ruam" © Schmittenhöhebahn AG

Heilmittel der Natur

Neben dem kulinarischen Aspekt eignen sich Kräuter zudem als natürliche Heilmittel bei Alltagsbeschwerden. Insbesondere Spitz- oder Breitwegerich sind unverzichtbare Begleiter bei Aktivitäten in der Natur. Bei Blasen an den Füßen die Kräuter auf die betroffene Stelle geben, Socken drüberziehen und das Kraut dann immer wieder erneuern. Zur Linderung des Juckreizes bei Insektenstichen empfiehlt es sich, den Saft der Pflanzen auf die wunden Stellen zu geben.

Alpiner Kräuterwanderweg und Workshop auf der Schmittenhöhe

Auf der Schmittenhöhe in Zell am See haben Wanderer und Kräuterbegeisterte die Möglichkeit, mehr über die Schätze der Natur und ihre Wirkung zu erfahren. Der artenreiche Sonnkogel ist Heimat von Gänseblümchen, Schafgarbe, Wacholder, Spitz- und Breitwegerich, Ehrenpreis, Löwenzahn, Augentrost und vielem mehr. Getreu dem Namen liefert der sonnige Hang beste Bedingungen für ein vielfältiges Wachstum. Der Rundweg „Kraut & Ruam“ gibt Aufschluss über die zahlreichen heimischen Wild- und Heilkräuter und ihren Einsatz. Zusätzlich wachsen in vier Hochbeeten weitere, zum Teil selbstgezogene, Kräuter.

Ein absolutes Muss für Naturliebhaber und Kräuterbegeisterte ist der eintägige Bergkräuter-Workshop mit der zertifizierten Kräuterexpertin Barbara Haider aus Unken. Gestartet wird dabei bereits bei der Auffahrt in der Schmittenhöhebahn. Dort geht Barbara Haider auf die Kräuter, welche von den großen Panoramafenstern der Porsche-Gondel aus entlang der Lifttrasse zu sehen sind, ein. Oben angelangt können die Pflanzen bei der Wanderung vom Schmitten-Gipfel entlang der Höhenpromenade zum Sonnkogel mit allen Sinnen erlebt werden. Beim abschließenden Workshop im Sonnkogel Restaurant wird das neu erworbene Wissen dann bei der gemeinsamen Verarbeitung der Kräuter gleich in die Praxis umgesetzt.

Vater und Sohn auf dem Rundweg Kraut & Ruam auf der Schmittenhöhe
Rundweg "Kraut & Ruam" © Schmittenhöhebahn AG

Kräuterkreationen vom Experten im Sonnkogel Restaurant

Wer nicht unbedingt selbst botanisieren und dennoch nicht auf den Genuss von Kräuterspeisen verzichten möchte, kann sich bei einer Einkehr in das Sonnkogel Restaurant von der kreativen Kräuterküche überzeugen. Selbstgemachte Sirupe, Kräuteraufstriche, Wild-Leberkäse mit Kräuter-Kartoffelsalat und Moosbeerschmarrn sind nur einige der außergewöhnlichen Kreationen von Kräuterspezialist Alfred Bürki und seinem Küchenteam. Dabei verwendet er ausschließlich Kräuter, die direkt vor der Restaurant-Türe auf 1.800 Metern zu finden sind.