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Burgruine Vellenberg

Region Innsbruck, Österreich

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Die Burgruine Vellenberg liegt auf einer Höhe von 804 Metern in der Gemeinde Götzens im Innsbrucker Land auf einer abgesetzten Rückfallkuppe. Sie steht unter Denkmalschutz.

Finanzielle Engpässe ließen die Burg verfallen

Ursprünglich befand sich die die Ruine in den Händen der Grafen von Andechs, die 1207 geächtet wurden. Später erkoren die Herren von Vellenberg den Bau zu ihrem ständigen Wohnsitz. Diese waren ein Ministerialengeschlecht, das einen burggrafenähnlichen Status innehatte. Sie durften innerhalb des befestigten Areals ihr eigenes wehrhaftes Gebäude errichten.

Nachdem Kaiser Maximilian I. im Jahre 1501 das Anwesen bei einem Jagdausflug erstmals sah, zog es sein Interesse auf sich. 1511 regte er Ausbau und Sanierung an. Kornkasten, Vogelhütten und Fischweiler kamen zu den vorhandenen Bauten dazu. Doch Maximilians finanzielle Mittel reichten nicht aus, der Burgpfleger musste die Summen vorstrecken. 1569 war die Burg bereits so baufällig, dass ein Gefangener aus den Trümmern befreit werden musste. 1663 kam die Ausstattung der Rüstkammer ins Innsbrucker Zeughaus. Zwei Erdbeben im 17. Jahrhundert brachten den endgültigen Verfall der Anlage.

Bauliche Reste lassen die alte Pracht erahnen

Die Burgruine war ursprünglich in die Vorburg mit Zwinger und in die Hauptburg unterteilt. Reste des dreistöckigen Palais, des Bergfrieds und des Burggrafenturms sind noch zu erkennen. Der Bergfried besaß eine Alleinlage, der Burggrafenturm stand mit dem Palais in Verbindung. Die Vorburg umfasste den südlichen Teil des Areals und wurde vor allem unter Kaiser Maximilian ausgebaut.

Reste der zahlreichen Schießscharten sind ebenfalls noch zu sehen. Diese waren eine Folge der durch die Erfindung der Feuerwaffen veränderten Kriegsführung. Eine Besichtigung der Ruine kann nur von außen erfolgen.

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