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Die schönsten Schlösser und Burgen in Norditalien

Ausflugstipps für Südtirol und Umgebung

Zu einem abwechslungsreichen Urlaub in den Alpen gehört auch der Besuch in einem der schönen Schlösser und Burgen im italienischen Alpenraum. Wir präsentieren die besten Ausflugsziele: von Schloss Miramare bei Triest bis zum Schloss Trauttmansdorff mit seinen beeindruckenden Gärten.

Die schönsten Burgen und Schlösser im Alpenraum

Schloss Miramare

Das Schloss Miramare steht auf einem Felsvorsprung in der Bucht von Grignano, wenige Kilometer von Triest entfernt. Das Schloss wurde von 1856 bis 1860 von Erzherzog Ferdinand Maximilian von Habsburg erbaut und soll eine Hommage an das Meer sein, erkennbar auch am Namen des Schlosses. So ist beispielsweise das Schlafzimmer wie eine Schiffskoje eingerichtet. Die Innenausstattung der mehr als 20 Zimmer des Schlosses ist noch original erhalten und mit den Möbeln dieser Zeit bestückt. Die Einrichtung des ersten Stocks wurde erst nach dem Tod des Erzherzogs fertig, danach wurde das Schloss als Sommerresidenz der Habsburger genutzt, so war unter anderem Kaiserin Elisabeth mehrfach hier zu Gast. Im Jahr 1929 wurde das Gebäude dann für Besucher geöffnet.

Zum Schloss gehört ein großer Park, der eine Mischung aus italienischem Garten und englischer Parkanlage darstellt. Im 22 Hektar großen Park steht ein weiteres kleines Schlösschen, auch Gartenhaus genannt.

Schloss Miramare
Schloss Miramare an der Adria © Marco Milani / Turismofvg

Schloss Trauttmansdorff

Schloss Trauttmansdorff liegt am Rand der Stadt Meran und ist vor allem wegen seiner Gärten bekannt. Die 12 Hektar großen "Gärten von Schloss Trauttmansdorff" zeigen in über 80 Gartenlandschaften verschiedenste Pflanzen aus aller Welt. 7 km Wege führen durch die Gärten, die 2001 eröffnet wurden und neben der Botanik auch Künstlerpavillons, Erlebnisstationen und wechselnde temporäre Ausstellungen beinhalten.

Das Schloss selbst begründet sich auf einer Burg, die um das Jahr 1300 erbaut wurde. Im 16. Jahrhundert kaufte die Adelsfamilie Trauttmansdorff die Burg und erweiterte sie, das Gebäude verfiel jedoch, nachdem diese Linie der Familie ausgestorben war. 1846 baute Joseph von Trauttmansdorff die Burg wieder auf, fügte neue Teile und neogotische Elemente hinzu, seitdem spricht man vom Schloss. Berühmtheit erlangte das Schloss mit dem Kuraufenthalt von Kaiserin Elisabeth mit ihren beiden Töchtern, die mehrmals hier zu Gast waren. Nach dem Zweiten Weltkrieg fiel das Schloss dem Staat zu, der 1990 das Touriseum im Inneren eröffnete, ein Museum, das sich der Geschichte des Tourismus in Südtirol widmet.

Schloss Trauttmansdorff
Blick auf Schloss Trauttmansdorff © Südtirol Marketing/Stefano Scatà

Schloss Tirol

Das Schloss Tirol ist die ehemalige Stammburg der Grafen von Tirol und war bis ins 15. Jahrhundert die Residenz der Landesfürsten. Das Schloss liegt auf einem Moränenhügel, der bereits in der Urzeit besiedelt war, davon zeugen viele Funde wie die Überreste dreier, übereinanderliegender Kirchen, die bei Ausgrabungen gefunden wurden. Die erste Burg wurde dann um das Jahr 1100 errichtet, weitere Bauphasen um 1140 und in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erweiterten die Burg. Nach dem Umzug der Fürsten nach Innsbruck verfielen Teile des Baus, er sollte sogar als Steinbruch genutzt werden, dann wurde das Schloss jedoch im neugotischen Stil wiederaufgebaut. Zu den ältesten Teilen, die heute noch erhalten sind, zählt die Ringmauer aus der ersten Bauphase.

Heute ist im Inneren der Burg das Südtiroler Landesmuseum für Kultur- und Landesgeschichte untergebracht. Sehenswert sind außerdem die Fresken und die alten Glasmalereien in der Burgkapelle und die Portale mit plastischen Figuren aus Marmor. Zum Schloss gehört außerdem eine Falknerei mit Greifvogelpflegestation.

Abendstimmung am Schloss Tirol
Abendstimmung am Schloss Tirol © Marketinggesellschaft Meran/Frieder Blickle

Schloss Prösels

Das Schloss Prösels liegt östlich von Bozen im Ort Völs. Der Bau wurde im Jahr 1279 erstmals urkundlich erwähnt, seine Blütezeit erlebte das Schloss jedoch zu Anfang des 16. Jahrhunderts, als es zu einer prächtigen spätgotischen Anlage ausgebaut wurde. Die Burg war jahrhundertelang Stammsitz der Herren von Völs und ist nach Restaurierungen seit 1982 im Rahmen von Führungen und bei Veranstaltungen zugänglich.

Sehenswert sind die Kapelle der Heiligen Anna und die Waffensammlung im Pfeilersaal, die vor allem Stücke aus dem 18. Jahrhundert beherbergt. Außerdem kann man Räumlichkeiten wie das Kaminzimmer und den Rittersaal besichtigen. In den Sommermonaten werden Führungen mehrmals täglich angeboten, außerdem finden im Schloss Konzerte, Ausstellungen und Theateraufführungen statt.

Schloss Prösels mit Kapelle
Schloss Prösels mit Kapelle © Kuratorium Schloss Prösels
  • Öffnungszeiten: Führungen von Mai bis Oktober, Führungsbeginn im Juli und August um 10, 11, 15, 16 und 17 Uhr
  • Eintritt: 8 Euro, Kinder 4 Euro
  • Mehr Infos zum Schloss Prösels