Hölderlinturm Bursagasse 6 72070 Tübingen Deutschland Tel.: +49 7071 22040 info@hoelderlin-gesellschaft.de https://www.tuebingen-info.de/de/attraktion/hoelderlinturm-11c5c12afe
Der Eintritt ist frei. Führungen ab 7 Euro.
Mo,Do,Fr,Sa,So
11:00 - 17:00 Uhr
Direkt am Neckar, dort wo sich die Tübinger Altstadt im Wasser spiegelt, steht ein schmaler runder Turm, der zum Wahrzeichen der ganzen Stadt geworden ist: der Hölderlinturm. Benannt ist er nach dem Dichter Friedrich Hölderlin, der hier über drei Jahrzehnte lebte – heute erinnert ein Museum an ihn und sein Werk.
Der Sockel des Turms stammt bereits aus dem Mittelalter und war einst Teil der Tübinger Stadtmauer. 1807 zog der Dichter Friedrich Hölderlin hier ein und blieb bis zu seinem Tod 1843 – die zweite Hälfte seines Lebens verbrachte er also genau an diesem Ort am Fluss. In dieser Zeit verfasste er weitere Werke und empfing prominente Gäste wie Eduard Mörike. So sehr prägt der Turm das Stadtbild, dass sich seine markante Form sogar im Tübinger Stadtlogo wiederfindet. 1875 brannte der Turm teilweise ab und wurde bald darauf wieder aufgebaut, 1921 erwarb ihn die Stadt Tübingen.
Die multimediale Dauerausstellung erstreckt sich über alle drei Stockwerke des Turms und setzt sich sogar im angrenzenden Garten fort. Im Zentrum steht das einzige erhaltene Möbelstück des Dichters: sein Tisch, auf den Hölderlin der Überlieferung nach schlug, wenn er mit seinen eigenen Gedanken haderte. In einem kleinen Sprachlabor können Besucher selbst mit Silben, Worten und Versen experimentieren, und im Garten lassen sich Hölderlins Texte auf einer Gedichtlaufstrecke buchstäblich erwandern. Ergänzt wird die Dauerausstellung durch wechselnde Sonderausstellungen und eine Bibliothek.
Jeden ersten und dritten Sonntag im Monat findet um 14 Uhr eine öffentliche Führung durch die Dauerausstellung statt, die Anmeldung erfolgt einfach an der Museumskasse. Wer lieber auf eigene Faust unterwegs ist, kann den kostenlosen Media-Guide nutzen, der als App erhältlich ist und mit Hör- und Lesetexten, Videos in Gebärdensprache sowie Beschreibungen für blinde und sehbehinderte Menschen durch die Ausstellung führt.
Der Weg zum Turm selbst ist nicht barrierefrei, da er nur über Treppen und ohne Aufzug zu erreichen ist. Inhaltlich hat das Museum dafür einiges zu bieten: Der Media-Guide bringt die Ausstellung in Leichter Sprache, Gebärdensprache und als Hörtour für Menschen mit Seheinschränkung nahe, an der Museumskasse ist zudem ein Tastleitplan erhältlich.
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