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Alpenüberquerung selbst planen

Auf eigene Faust über die Alpen

Wer eine Alpenüberquerung – egal ob zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit anderen Hilfsmitteln plant – selbst planen und durchführen möchte, der sollte einiges beachten.

Auswahl der richtigen Route

Die wichtigste Entscheidung bei der Planung ist die Auswahl der richtigen Route. Für Einsteiger empfiehlt sich die Wanderung entlang eines gut ausgeschilderten Fernwanderwegs. Gutes Kartenmaterial sollte man jedoch auf jeden Fall dabei haben.

Wegweiser in den italienischen Alpen
Welche Route soll man wählen? © Thommy Weiss / pixelio.de

Ansonsten hängt die Wahl der Route von der persönlichen Leistungsfähigkeit und der zur Verfügung stehenden Zeit ab. Wer zum ersten Mal eine Alpenüberquerung macht, sollte eine Tour wählen, die die ganz großen Steigungen auslässt und keine Gletscher- oder Kletterpartien beinhaltet. Außerdem sollten die einzelnen Tagesetappen nicht zu lang gewählt werden, sodass man genug Reserve hat, falls man sein Lauftempo im Vorfeld zu hoch eingeschätzt hat. Auch sollte man für die gesamte Tour-Dauer ein oder zwei Puffer-Tage einplanen. So kommt man auch bei einer Zwangspause wegen schlechtem Wetter oder ähnlichem nicht unter Zeitdruck.

Zudem muss man sich im Vorfeld bewusst sein, dass eine Änderung der genauen Streckenführung aufgrund von Wetterbedingungen, Steinschlägen oder anderen unvorhergesehenen Dingen nötig sein kann. Man sollte deshalb flexibel in der Wahl seiner Strecke sein und einen Plan B in der Hinterhand haben.

Möglichst zeitig reserviert man dagegen seinen Übernachtungsplatz in den Berghütten. Diese sind vor allem in den Sommermonaten sehr stark frequentiert und oft ausgebucht. Zwar weisen die Hüttenwirte niemand ab, der spätabends erst an der Hütte ankommt. Eine Nacht in einem Matratzenlager im Speisesaal der Hütte kann jedoch sehr unbequem und wenig erholsam für die nächste Etappe sein.

Auswahl der Begleiter

Wie bei einer Tageswanderung sollte man auch zu einer Alpenüberquerung nicht alleine aufbrechen. Denn kommt es zu einem Unfall oder wird ein Wanderer verletzt, so können die Begleiter Hilfe holen und sich um den Verletzten kümmern.

Bei der Wahl seiner Begleiter sollte man neben der gegenseitigen Sympathie auf einen ähnlichen Leistungsstand achten. Unterscheidet sich das Können der einzelnen Gruppenmitglieder zu stark voneinander, so fühlen sich die schwächeren Wanderer schnell überfordert, während sich die stärkeren Mitglieder der Gruppe vom langsamen Tempo und dem Warten auf die anderen leicht langweilen. Das kann sich negativ auf die Stimmung innerhalb der Gruppe auswirken und so den Spaß an einer Alpenüberquerung verleiden.

Auswahl des Zeitpunkts

Die beste Zeit für eine Alpenüberquerung sind die Monate August und September, da dann der Schnee auch in den hohen Lagen geschmolzen ist. Wer beispielsweise mit dem Fahrrad eher in niedrigeren Höhen unterwegs ist, kann auch schon im Juni gut zu einer Tour starten.

Etwas moderner darf die Ausrüstung heute sein. © Rainer Sturm / pixelio.de

Auswahl der Ausrüstung

Welche Ausrüstung für eine Alpenüberquerung benötigt wird, hängt von der Art und der Dauer der Überquerung ab. Biker sollten beispielsweise Reparaturequipment für ihr Fahrrad dabei haben, darauf können Wanderer natürlich verzichten.

In jedem Fall dabei haben sollte man zwei Garnituren Kleidung, so kann man eine waschen bzw. trocknen, während man die andere trägt. Außerdem sollte man eine regen- und winddichte Jacke, Handschuhe, eine Mütze, eine geeignete Sonnenbrille, Sonnencreme, einen Kompass, geeignete Karten, Ausweispapiere, ein Erste-Hilfe-Set, Kosmetik-Artikel, eine Stirnlampe und einen Hüttenschlafsack einpacken. Immer mitnehmen sollte man auch eine große Flasche Wasser, die man unterwegs an jeder Gelegenheit auffüllt, und die Verpflegung für den Tag.

Insgesamt sollte der Rucksack nicht mehr als acht bis zehn Kilogramm wiegen. Je schwerer das Gepäck ist, desto anstrengender wird die Tour und desto langsamer kommt man vorwärts.

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