Nach einer langen Reise endlich im wohlverdienten Urlaub angekommen - beim Menschen setzt dann sofort Erholung ein. Bei Hunden ist die Situation etwas anders, denn auch Tage nach der Ankunft können sie immer noch unter enormen Stress stehen. Ausgelöst wird dies durch die unbekannte Umgebung, neue Eindrücke und Gerüche sowie häufig die Anreise selbst.
Deshalb sollten sich Herrchen und Frauchen nach der Ankunft am Urlaubsort noch vor dem Koffer auspacken ausgiebig mit ihrem Hund beschäftigen.
Nach einer Reise in einer engen Transportbox fühlt sich der Vierbeiner nach einem freien Auslauf gleich viel wohler. Ein Spaziergang vermindert das Stresspotential ungemein. Bedenkt dabei jedoch, dass jeder Hund unterschiedlich auf Stresssituationen reagiert.
Im Feriendomizil angekommen, sollte der Besitzer seinem Hund auf jeden Fall den Freiraum gönnen, die unbekannten Räumlichkeiten ausgiebig mit seinem ausgeprägten Riechorgan zu inspizieren. Während der Vierbeiner auf Entdeckungstour geht, kann das Herrchen in Ruhe Futter- und Wassernapf am besten in der Küche positionieren. Vor allem sollte darauf geachtet werden, dass der Hund zu regelmäßigen Zeiten frisst. Das erleichtert die Umstellung des Tieres ein wenig. Grundsätzlich gilt, dem Hund erst einmal Zeit zu geben selbst anzukommen und dabei in der Nähe zu bleiben.
Um die Ankunft zu erleichtern empfehlen wir direkt einen Rückzugsort zu schaffen. Dafür eignen sich dem Hund bekannte Decken und Spielzeuge und natürlich der gefüllte Trink- und Futternapf. Stresssignale auf die ihr achten solltet:
Beobachtet ihr eines dieser Anzeichen, solltet ihr versuchen dem Hund noch mehr Ruhe zu geben und ihn nicht zu überfordern.
Ja nach Länge der Anreise solltet ihr den ersten zumindest kurzen Ausgang recht früh planen. Allerdings sollte der erste Ausgang eher kurz gehalten werden, sodass die Eindrücke nicht erschlagend wirken. Insbesondere in den Bergen mit verschiedenen Höhenlagen und ungewohnten Wildtieren kann ein langer Spaziergang sogar kontraproduktiv wirken. Gebt euch und eurem vierbeinigem Freund Zeit die Umgebung kennenzulernen und startet lieber mit kleinen regelmäßigen Runden. Für die nächsten Tage des Urlaubs gilt es dann entspannen, Routinen beibehalten und Ruhezeiten einplanen. So steht der Erholung nichts mehr im Weg!
Gerade beim Urlaub in den Bergen oder in ländlichen Regionen gibt es bei Hundebesitzern oft Unsicherheiten im Umgang mit einheimischen Wild- und Weidetieren. So können beispielsweise Kühe sehr aggressiv werden, wenn sie ihren Nachwuchs durch einen Hund bedroht sehen. Um solche Situationen zu vermeiden, wird in manchen Regionen ein sogenannter "Almführerschein" oder "Hundeführerschein" angeboten. Dabei lernt man unter anderem auch, wie man sicher mit dem Tier in Sessel- oder Seilbahnen fährt und wie sich die ungewohnte Höhe auf Hunde auswirken kann.