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Reisekrankheiten bei Hunden

Informationen und Tipps zur Vorsorge und gegen Hundekrankheiten

Auch Hunde können reisekrank werden, denn in anderen Ländern gibt es zum Teil gefährliche Krankheitserreger für Hunde, gegen die man vorab Vorsorge treffen sollte. Neben übertragbaren Krankheiten drohen aber auch geläufige Urlaubskrankheiten wie Sonnenstich oder Übelkeit. Wir klären auf, was man im Vorfeld beachten sollte.

Häufige Beschwerden bei Hunden

Sonnenstich

Ist der Hund heißen Temperaturen und viel Sonne ausgesetzt, kann er - wie der Mensch - einen Sonnenstich bekommen. Dann ist sofortige Hilfe gefragt. Der Vierbeiner muss unverzüglich in den Schatten gebracht und am besten mit einem kalten, feuchten Tuch gekühlt werden.

Hund wird mit einem Tuch gekühlt
Hund wird mit einem Tuch gekühlt © Martin Iwanski

Mückenstiche

Wird das Tier von einem Insekt in den Mundraum gestochen, kann das bei Nicht-Behandlung sehr gefährlich werden. Die Atemwege können durch die Anschwellung verengt und somit die Sauerstoffzufuhr des Hundes enorm beeinträchtigt werden. Dies kann im schlimmsten Fall bis hin zur Erstickungsgefahr gehen. Daher sollte der Stich umgehend mit Eis oder kalten Umschlägen gekühlt werden.

Erbrechen

In anderen Ländern und anderer Umgebung kommt es auch immer wieder vor, dass Hunde trotz des gleichen Futters durch die plötzlich veränderten Umstände an Durchfall oder Erbrechen leiden. Dann sollte auf eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung des Tieres geachtet werden.

Verletzungen

Ebenso können Verletzungen durch spitze Steine, Äste oder ähnliches passieren. Dann sollte die Wunde mit Wasser sorgfältig ausgespült und anschließend mit Verbandszeug verarztet werden.Zur Kontrolle kann man die Wunde beim Tierarzt untersuchen lassen. Deshalb sollten vor Reisebeginn unbedingt die Kontaktdaten der nächstgelegenen Tierarztpraxis recherchiert werden.

Erste Hilfe-Set für den Hund
Erste Hilfe-Set für den Hund © Martin Iwanski
CHEckliste

Reisekrankheiten durch Erreger

  • Leishmaniose wird über Sandmückenstiche übertragen, greift die weißen Blutkörperchen an und kann innere Organe schädigen. Symptome sind Haut- und Augenveränderungen, Trägheit, Müdigkeit und Haarausfall. Da bis heute keine Heilmethode gefunden wurde, sollten Besitzer ihre Vierbeiner durch Spray und Halsbänder vor Mückenstichen schützen.
  • Dirofilariose wird durch Mückenstiche, die Würmer unter die Haut ablegen, ausgelöst. Diese können bei Nicht-Behandlung das Herz und andere Organe befallen. Durch ein Antiparasitikum können die Würmer abgetötet werden. Zur Vorbeugung helfen Medikamente.
  • Borreliose wird durch Zeckenbisse übertragen und äußert sich erst Wochen nach dem Biss mit Symptomen wie Müdigkeit und Gelenkbeschwerden. Mit entsprechenden Antibiotika kann die Borreliose geheilt werden. Gefahr besteht vor allem in Wäldern und hohen Gräsern.
  • Hepatozoonose gelangt durch den Verzehr von braunen Zecken in den Körper. Vor allem im europäisch-mediterranen Raum ist dieser Erreger vertreten. Bislang sind noch keine Heilmittel bekannt, um die Erkrankung zu behandeln.
  • Giardiose wird durch verunreinigtes Wasser in den Körper aufgenommen. Dort befallen die Bakterien den Darm. Die Parasiten sind so gut wie in allen Regionen vertreten, vor allem aber in südlichen Ländern. Der entstehende Durchfall kann mit Mediakamenten behandelt werden.
  • Ehrlichose wird durch Zecken übertragen und tritt nach acht bis 20 Tagen mit Symptomen wie Erbrechen, Müdigkeit, Fieber und Gelenkbeschwerden auf. Dabei werden die weißen Blutkörperchen angegriffen und das Immunsystem beschädigt. Die Infektionsgefahr kann durch ein Zeckenhalsband verringert werden, eine Therapie ist mittels Antibiotika möglich.