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Rocca di Angera

Angera, Schweiz

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Die Rocca di Angera ist eine imposante Burg aus dem Mittelalter, die vollständig erhalten auf einem Felsvorsprung über dem Lago Maggiore thront. Sie gilt als das Wahrzeichen der Stadt Angera und ist bereits seit 1449 im Besitz der Familie Borromeo. Die ältesten Teile des Gemäuers stammen aus dem 11. Jahrhundert, was den unversehrten Zustand umso bemerkenswerter macht.

Das Kastell

Das Kastell besteht aus fünf unterschiedlichen Gebäudeteilen, die zwischen dem 11. und 17. Jahrhundert erbaut wurden. Es gibt die Türme Castellana und Giovanni Visconti sowie die Flügel Scaligera, Viscontea und Borromeo.

An der südlichen Seite liegt der im 14. Jahrhundert hinzugefügte Turm di Giovanni Visconti, westlich liegt der Flügel der Visconti. Dort ist auch der Gerichtssaal, der mit imposanten Freskomalereien aufwartet.

Im mythologischen Saal gibt es außerdem eine Steingutsammlung mit 300 Exponaten aus verschiedenen Ländern von Italien über Deutschland nach China und Persien.

Das Puppenmuseum "Museo della Bambola"

Puppenküche im Puppenmuseum / © Wolfgang Sauber, Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Mitten in der Burg befindet sich eines der bedeutendsten Puppenmuseen Europas. Seit 1988 sind über 1.000 Exponate in zwölf Sälen ausgestellt. Außerdem Puppenmöbel und historische Spielsachen, darunter Bücher und Gesellschaftsspiele.

Zusätzlich gibt es eine Sammlung von Spieluhren, die meisten davon aus den Jahren 1870 bis 1920. Von Meisterhand geschaffen, drehen sich die filigranen Tänzerinnen der Spieluhren auch heute noch im Kreise.

Besonders erstaunlich dabei ist, dass bei dieser Ausstellung auch die historische und gesellschaftliche Entwicklung der letzten Jahrhunderte widergespiegelt wird.

Der Mittelaltergarten

Erst vor wenigen Jahren wurde auf dem Burggelände der Giardino Medievale angelegt, der auf den Lago Maggiore ausgerichtet ist. In das Konzept und die Realisierung des Gartens wurden auch historische Schriften und festlich erleuchtete Manuskripte integriert.

Die Anlage erinnert bewusst an weitere regionale Pflanzenparadiese, wie beispielsweise an den Botanischen Garten der Isola Madre.

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