Trotz guter Vorbereitung lassen sich Zeckenbisse und Mückenstiche beim Wandern oder Camping nicht immer vermeiden. Während die meisten Mückenstiche harmlos sind und nach wenigen Tagen abheilen, sollte ein Zeckenbiss ernst genommen werden. Wichtig ist vor allem, ruhig zu bleiben und richtig zu handeln.
Hinweis: Die beste Behandlung ist, wenn es gar nicht erst zu einem Zeckenbiss oder Mückenstich kommt. Mit der richtigen Kleidung, geeignetem Insektenschutz und einigen einfachen Verhaltensregeln lässt sich das Risiko deutlich verringern. Wie ihr euch beim Wandern, Camping und anderen Outdoor-Aktivitäten schützt, erfahrt ihr in unserem Artikel Prophylaxe gegen Zecken und Mücken.
Entdeckt ihr eine Zecke auf der Haut, sollte sie möglichst zeitnah entfernt werden. Verwendet dafür am besten eine feine Pinzette, eine Zeckenkarte oder eine spezielle Zeckenzange. Greift die Zecke möglichst hautnah und zieht sie langsam und gerade heraus. Anschließend sollte die Einstichstelle desinfiziert und einige Wochen beobachtet werden.
Ob sich die Zecke beim Entfernen dreht oder gerade herausgezogen wird, spielt eine untergeordnete Rolle. Wichtig ist vor allem, dass sie möglichst vollständig entfernt wird.
Bleiben kleine Teile der Mundwerkzeuge in der Haut zurück, ist das meist kein Grund zur Sorge. Häufig stößt der Körper diese von selbst ab. Versucht nicht, die Haut aufzuschneiden oder die Reste mit Gewalt zu entfernen. Entwickelt sich die Stelle jedoch stark gerötet, schmerzhaft oder entzündet, sollte sie ärztlich untersucht werden.
In den meisten Fällen heilt ein Zeckenbiss problemlos ab. Es gibt jedoch Warnzeichen, bei denen ihr ärztlichen Rat einholen solltet.
Dazu gehören:
Diese Symptome können auf eine Infektion hinweisen und sollten zeitnah abgeklärt werden.
Ein gewöhnlicher Mückenstich verursacht meist Juckreiz, eine leichte Schwellung und Rötung. Auch wenn es schwerfällt, solltet ihr möglichst nicht kratzen. Dadurch kann sich die Haut entzünden und Bakterien können leichter eindringen.
Kühlende Umschläge oder Kühlpads lindern häufig den Juckreiz. Auch spezielle Gele oder Cremes aus der Apotheke können die Beschwerden verringern. Viele Menschen empfinden außerdem Wärmestifte gegen Mückenstiche als angenehm, da die kurzzeitige Wärme den Juckreiz reduzieren kann.
In den meisten Fällen verschwindet ein Mückenstich innerhalb weniger Tage von selbst. Sucht jedoch ärztlichen Rat, wenn
Insbesondere Atemnot oder Kreislaufprobleme stellen einen medizinischen Notfall dar.
Viele Hausmittel wie das Kühlen der betroffenen Stelle oder das vorsichtige Auflegen eines feuchten Tuchs können den Juckreiz lindern. Auf Hausmittel wie Essig, Zahnpasta oder das Aufschneiden des Stiches solltet ihr dagegen verzichten, da sie die Haut zusätzlich reizen können.
Nach einem Zeckenbiss oder Mückenstich lohnt es sich, die eigene Ausrüstung und das Verhalten bei der nächsten Tour zu überprüfen. Lange Kleidung, geeignete Insektenschutzmittel und das Meiden von hohem Gras oder stehenden Gewässern helfen dabei, weitere Stiche zu vermeiden.
Welche Schutzmaßnahmen besonders wirksam sind und welche Repellents sich eignen, erfahrt ihr in den Artikeln zur Prophylaxe sowie zum Mückenschutz.
Die meisten Zeckenbisse und Mückenstiche verlaufen harmlos. Entscheidend ist jedoch, die betroffene Stelle zu beobachten und mögliche Warnzeichen ernst zu nehmen. Wer eine Zecke möglichst früh entfernt, Mückenstiche nicht aufkratzt und bei ungewöhnlichen Beschwerden rechtzeitig ärztlichen Rat einholt, kann gesundheitliche Risiken deutlich reduzieren.