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Neues Schloss Bayreuth

Fichtelgebirge, Deutschland

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Der lang ersehnte Neubau

Das Markgrafenpaar Friedrich und Wilhelmine hatten schon lange den Wunsch, ein neues Residenzschloss zu errichten. Ein verheerender Brand war das Glück des Paares: Das Alte Schloss wurde 1753 so weit zerstört, dass ein Neubau nötig wurde.

Ein neuer Standort

Da sich die Bauherren ein Schloss weiter im Stadtinneren wünschten, wurde das Neue Schloss nicht an der Stelle des Alten Schlosses errichtet, sondern in der Stadtmitte.

Dabei wurden auch bereits bestehende Gebäude eingebunden, was an manchen Stellen zu einem merkwürdigen Aussehen führte. So besteht beispielsweise der mittlere Trakt aus dem Rohbau einer Kirche. Nach dem Umbau zu Eingang, Treppenhaus und Festsaal lassen nur noch zugemauerte Eingänge und die Dachkonstruktion auf die ursprünglich geplante Verwendung schließen.

Treppenaufgang Haupttrakt © Mattes via Wikimedia Commons (Public domain)

Die Bauherren

Zwar war der Hofbaumeister Joseph Saint-Pierre der eigentliche Baumeister des Rokoko-Schlosses, den größten Einfluss auf die Gestaltung übte allerdings Markgräfin Wilhelmine selbst aus. Sie entwarf unter anderem das Spiegelscherbenkabinett und das Palmenzimmer, das die Illusion eines tropischen Palmenhains erwecken sollte.

Das neue Schloss heute

Heute dient das Neue Schloss als Museums- und Ausstellungsgebäude. Im Erdgeschoss befinden sich die beiden Museen “Das Bayreuth der Markgräfin Wilhelmine” und “Bayreuther Fayencen - Sammlung Rummel”. Im oberen Stockwerk wird die Dauerausstellung “Galante Miniaturen - Sammlung Dr. Löer” gezeigt. Außerdem gibt es eine Ausstellung deutscher und niederländischer Gemälde aus dem 18. Jahrhundert.

Führungen

Führungen durch das Neue Schloss werden nicht mehr angeboten. Lediglich im italienischen Bau gibt es halbstündliche Führungen. Er wurde 1759 für Sophie Karoline Marie von Braunschweig, der zweiten Frau des Markgrafen erbaut und später mit dem Neuen Schloss verbunden.

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