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Pfarrkirche Kastelruth

Seiser Alm - Schlerngebiet, Italien

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Die Pfarrei zu den Heiligen Aposteln Petrus und Paulus befindet sich im Zentrum der kleinen italienischen Gemeinde Kastelruth. Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Pfarrkirche Kastelruth im Jahr 1190. Vermutlich ist die kleine Kirche, die zur Diözese Bozen-Brixen gehört, sogar noch einige hundert Jahre älter.

Da sie im Laufe der wechselhaften Geschichte mehrmals umgebaut wurde, finden sich sowohl am Bauwerk selbst als auch in der Innenausstattung Teile verschiedener kunstgeschichtlicher Epochen. Ihr im Jahr 1758 nach einem Brand neu erbauter Kirchturm zählt zu den höchsten Kirchtürmen Südtirols.

Zum Glockenturm gehören neun Glocken. Acht der Glocken wurden nach dem Ersten Weltkrieg neu gegossen, da sie vollständig zerstört waren. Die kleinste Glocke hingegen, das Sterbeglöcklein, ist eine der Glocken, die nach dem verheerenden Brand nach 1758 hergestellt wurde.

Gemeindeleben in Kastelruth

Regelmäßig werden in der Pfarrkirche Kastelruth samstags und sonntags Gottesdienste abgehalten. Im Juli und August wird sonntags um 11.30 Uhr eine italienische Messe gelesen.

Einmal im Jahr am Freitag nach an Christi Himmelfahrt findet auch die Pestprozession statt. Wer daran teilnehmen möchte, muss früh aufstehen. Sie beginnt bereits um 04:00 Uhr morgens an der Pfarrkirche Kastelruth. Der lange Weg führt die Gläubigen zu den Kirchen von St. Michael und St. Valentin. In jeder Kirche findet ein Gottesdienst statt, bevor die Prozession zur Pfarrkirche Kastelruth zurückkehrt. Erst um 10:30 Uhr endet der lange Marsch. Mit dem ohne Pomp und ohne Schmuck stattfindenden Trauerzug erinnert die Gemeinde an eine traurige Zeit. Etwa um 1730 wütete die Pest in der Gegend. Viele Menschen starben an der schrecklichen Krankheit und so manche Familie in Kastelruth wurde damals vollkommen ausgelöscht.

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