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Rachel

Bayerischer Wald, Deutschland

Blick vom Rachelsteig auf den Kleinen Rachel
Kleiner Rachel  © Rosa-Maria Rinkl, Wikimedia Commons
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Blick auf den Großen Rachel im Bayerischen Wald
Großer Rachel  © High Contrast, Wikimedia Commons
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Kontakt

Tourist-Information Spiegelau Konrad-Wilsdorf-Straße 1 94518 Spiegelau Deutschland Tel.: +49 8553 960017 info@spiegelau.de https://www.bayerischer-wald.de/

Eintrittspreise

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Öffnungszeiten

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Höchster Berg im Nationalpark Bayerischer Wald

Der Rachel ist mit seinen beiden Gipfeln Großer Rachel (1.453 m) und Kleiner Rachel (1.399 m) eines der bekanntesten Naturziele im Bayerischen Wald. Der Große Rachel ist der höchste Berg des Nationalparks Bayerischer Wald und nach dem Großen Arber (1.456 m) der zweithöchste Gipfel des Bayerischen Waldes. Der markante Bergstock liegt zwischen den Gemeinden Spiegelau und Frauenau und bietet Wanderern ursprüngliche Natur, eiszeitlich geprägte Landschaften und weite Ausblicke über den Bayerischen Wald und den Böhmerwald.

Der Rachel liegt vollständig im Nationalpark Bayerischer Wald, dem ältesten Nationalpark Deutschlands. Seit der Gründung im Jahr 1970 entwickelt sich die Natur hier nach dem Grundsatz „Natur Natur sein lassen“. Dadurch lässt sich rund um den Rachel beobachten, wie sich ein Wald ohne menschliche Eingriffe verändert und neu entwickelt.

Warum ist der Rachel so besonders?

Der Rachel gehört zu den eindrucksvollsten Landschaften des Bayerischen Waldes. Nach Stürmen und dem Borkenkäferbefall in den 1990er-Jahren veränderten sich große Teile der Fichtenwälder rund um den Berg. Statt die abgestorbenen Bäume vollständig zu entfernen, überlässt der Nationalpark die Entwicklung weitgehend der Natur. Zwischen den verbliebenen Baumstämmen wachsen heute junge Bergmischwälder aus Fichten, Buchen und Tannen nach.

Auch geologisch ist der Rachel interessant: Der Gipfelbereich besteht überwiegend aus Gneis, einem mehrere hundert Millionen Jahre alten Gestein. Während der letzten Eiszeit formten Gletscher die Landschaft und hinterließen unter anderem den Rachelsee, einen der bekanntesten Karseen des Bayerischen Waldes.

Was gibt es am Großen Rachel zu entdecken?

Der Große Rachel erreicht eine Höhe von 1.453 Metern und ist der höchste Punkt des Nationalparks Bayerischer Wald. Auf dem felsigen Gipfel stehen ein Gipfelkreuz und eine Schutzhütte der Bergwacht. Von hier reicht der Blick über die bewaldeten Höhen des Bayerischen Waldes bis zum Böhmerwald. Bei besonders klarer Sicht können auch die Alpen am Horizont zu erkennen sein.

Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten am Großen Rachel ist der Rachelsee. Der eiszeitliche Karsee liegt auf 1.070 Metern Höhe und entstand während der letzten Eiszeit. Der See ist etwa 350 Meter lang, 205 Meter breit, umfasst rund 5,7 Hektar und erreicht eine maximale Tiefe von etwa 13 Metern. Umgeben von steilen Felswänden und ursprünglichen Bergwäldern gehört er zu den beliebtesten Fotomotiven im Nationalpark.

Oberhalb des Rachelsees befindet sich die Rachelkapelle auf 1.212 Metern Höhe. Die erste Kapelle wurde im Jahr 1885 errichtet und entwickelte sich zu einem beliebten Ziel für Wanderer. Nachdem der Bau mehrfach beschädigt wurde, entstand im Jahr 2000 die heutige Holzkapelle.

Kurz unterhalb des Gipfels liegt das Waldschmidthaus auf 1.360 Metern Höhe. Die Schutzhütte wurde 1912 eröffnet und nach dem bayerischen Schriftsteller Maximilian Schmidt, der den Beinamen „Waldschmidt“ trug, benannt. Sie war lange Zeit ein wichtiger Rastplatz für Wanderer am Rachel.

Etwas weiter unterhalb, in Richtung Rachelsee, befindet sich zudem die Racheldiensthütte, die als bewirtschaftete Anlaufstelle am Wanderweg dient und heute vor allem als Rast- und Versorgungsmöglichkeit für Besucher des Nationalparks genutzt wird.

Was gibt es am Kleinen Rachel zu entdecken?

Der Kleine Rachel ist 1.399 Meter hoch und liegt rund 900 Meter nordwestlich des Großen Rachel. Während der Große Rachel durch seinen Gipfelblick und die bekannten Ausflugsziele stärker besucht wird, ist der Kleine Rachel ein ruhigerer Gipfel im Nationalpark.

Der Gipfel lässt sich im Rahmen längerer Wanderungen mit dem Großen Rachel verbinden, ist jedoch nur temporär zugänglich und nicht beschildert. Die Wege führen durch ursprüngliche Waldlandschaften und zeigen besonders gut die natürliche Entwicklung der Wälder im Nationalpark Bayerischer Wald.

Welche Wanderungen führen auf den Rachel?

Der Rachel ist ausschließlich zu Fuß erreichbar und zählt zu den beliebtesten Wanderzielen im Bayerischen Wald. Zu den wichtigsten Ausgangspunkten gehören:

  • Spiegelau
  • Racheldiensthütte
  • Frauenau
  • Riedlhütte

Der kürzeste Aufstieg zum Großen Rachel startet am Parkplatz Gfäll und dauert etwa 3 Stunden. Wer den Gipfel mit dem Rachelsee und der Rachelkapelle verbindet, sollte für eine Rundwanderung etwa 4 bis 5 Stunden Gehzeit einplanen.

Wie erreicht man den Rachel?

Der Rachel liegt im Nationalpark Bayerischer Wald und ist nicht direkt mit dem Auto erreichbar. Die letzten Kilometer zu den Ausgangspunkten müssen zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt werden.

Von 15. Mai bis 2. November sind bestimmte Zufahrtsstraßen im Nationalpark für den privaten Autoverkehr gesperrt. Wanderer können in dieser Zeit die Igelbusse des Nationalparks Bayerischer Wald nutzen, die wichtige Wanderparkplätze und Ausflugsziele miteinander verbinden.

Die Racheldiensthütte und weitere Ausgangspunkte sind während dieser Zeit über die Busverbindungen des Nationalparks erreichbar.

Welche anderen Aktivitäten sind am Rachel möglich?

Neben Wanderungen bietet der Rachel zahlreiche Möglichkeiten, die Natur des Nationalparks zu erleben. Rangerführungen und naturkundliche Touren vermitteln Wissen über die Waldentwicklung, Tiere und Pflanzen des Schutzgebiets.

Auch für Naturfotografen ist der Rachel ein beliebtes Ziel. Besonders der Rachelsee, die Nebelstimmungen im Bergwald und die jahreszeitlichen Veränderungen der Landschaft bieten abwechslungsreiche Motive.

Welche Veranstaltungen finden am Rachel statt?

Der Nationalpark Bayerischer Wald bietet rund um den Rachel regelmäßig Veranstaltungen und geführte Touren an. Dazu gehören Wanderungen mit Nationalpark-Rangern, naturkundliche Führungen und Angebote zu Themen wie Waldentwicklung, Tierwelt und Geologie.

Die Veranstaltungen wechseln je nach Jahreszeit und geben Besuchern die Möglichkeit, den Rachel und seine besondere Natur unter fachkundiger Begleitung kennenzulernen.

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