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Santa Maria degli Angioli

Lugano, Schweiz

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Wer einen Rundgang durch Lugano macht, kommt an der Kirche Santa Maria degli Angioli nicht vorbei. Die Kirche an der Uferpromenade gehörte im 15. Jahrhundert zu einem Kloster der Minoriten, das um 1602 von Franziskanermönchen übernommen wurde. Im Jahr 1848 wurde das Kloster aufgegeben. Später entstand an seiner Stelle ein Hotel. Dank der Restaurierungsarbeiten sind die zwei übereinanderliegenden Kreuzgänge bis heute erhalten geblieben.

Die Fassade des Gotteshauses am Luganer See ist unscheinbar, beinahe nüchtern. Das Innere der Kirche jedoch birgt einen großen Schatz. Es handelt sich um ein Freskengemälde aus der Renaissance. Das Gemälde ist das berühmteste, das es in der Schweiz gibt. Erschaffen wurde es von Bernardino Luini, der einst Schüler von Leonardo da Vinci war. Die Einflüsse da Vincis sind deutlich erkennbar.

Renaissance-Fresko

Das Fresko zeigt verschiedene Stationen des Lebens Jesu Christi. So sind neben dem Abendmahl und der Maria mit Kind auch die Kreuzigung und die Auferstehung zu sehen. Bereits bei Betreten der Santa Maria ist das Kunstwerk zu bestaunen. Es dominiert den Innenraum der Kirche, denn es nimmt beinahe die gesamte Wand ein.

Faszinierend ist die Lebendigkeit der Szenerie. Im Mittelpunkt des Gemäldes stehen die drei großen Kreuze - mit dem gekreuzigten Jesus im Vordergrund und neben ihm die beiden Schächer. Seine Ausdruckskraft bekommt das Fresko jedoch vor allem durch die detailgetreue Wiedergabe der Figuren: Berittene Soldaten werden von Menschen umzingelt, Magdalena kniet am Kreuz, neben ihr ist der Heilige Johannes zu sehen, römische Soldaten streiten um den Mantel des Gekreuzigten.

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