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Stiftskirche und Stiftsmuseum Innichen

Innichen, Italien

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Die Stiftskirche und das Stiftsmuseum befinden sich im Ortskern von Innichen im Hochpustertal in den Südtiroler Dolomiten.

Das aus dem 13. Jahrhundert stammende, im romanischen Stil errichtete Gotteshaus ist die Mutterkirche des östlichen Pustertals. Neben der Stiftskirche befindet sich das Museum in einem Bau des ehemaligen Benediktinerklosters, dessen Ursprünge auf das 8. Jahrhundert zurückgehen. Der heutige, seit rund 500 Jahren kaum veränderte Bau, entstand in Teilen bereits um das 10. Jahrhundert.

Überregional bedeutende Sakralkunst und eine "Riesenrippe"

Viele Gläubige pilgern zur romanischen Stiftskirche, um das Gnadenbild der Kreuzigungsgruppe zu sehen. Es wurde um 1250 erschaffen. Eine volkstümliche Sehenswürdigkeit ist auch die sogenannte "Rippe" des sagenhaften Riesens Haunold, bei der es sich wahrscheinlich um einen prähistorischen Tierknochen handelt.

Der Legende nach soll der Riese beim Bau der Stiftskirche Innichen geholfen haben. Wegen seines unersättlichen Hungers nach Schafen und wegen seines unstillbaren Weindursts stellten die Bewohner ihm dann jedoch eine tödliche Falle.

Innenansicht der Kirche © Rufus46, Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Besonders sehenswert in der Kirche sind das Kuppelfresko, die Kreuzigungsgruppe und die Krypta.

Auf den Spuren der früheren Benediktinermönche

Im Stiftsmuseum können die Besucher den Domschatz bestaunen, der überwiegend von regionalen Kunsthandwerkern angefertigt wurde. Sakrale Malerei und historische Manuskripte gehören ebenfalls zu der umfangreichen Ausstellung.

Sehenswert sind weiterhin die prachtvollen Verzierungen um die Fenster. Sie wurden im Mittelalter von Künstlern der Brixner Schule geschaffen. Im Stiftsmuseum können zudem die früheren Räume der Klosterbibliothek, Speise-, Arbeits- und Archivräume sowie der Kapitelsaal besichtigt werden.

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