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Stadtpfarrkirche St. Andrä

Osttirol, Österreich

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Die Stadtpfarrkirche St. Andrä in Lienz ist ein imposantes Bauwerk, das sich in 692 Metern Höhe auf dem Pfarrbichl erhebt. Die Kirche befindet sich nördlich des Stadtzentrums und ist an dem spitzen Glockenturm gut zu erkennen. Sankt Andrä ist das älteste und prunkvollste sakrale Gebäude in Lienz.

Eine lange Geschichte

Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Stadtpfarrkirche St. Andrä mehrmals renoviert und umgebaut. Seit dem 5. Jahrhundert ist der Standort auf dem Pfarrbichl als Kirchenstandort bekannt, aber erst 1204 wurde die Kirche durch den Bischof von Pola romanisch geweiht. Aus dieser Zeit stammen auch die beiden Löwenstatuen, die noch heute das Portal zieren.

Ab 1430 begann der Umbau im Auftrag des Görzer Grafengeschlechts. Die Kirche wurde mit Fresken versehen und erhielt eine Krypta, in der heute der letzte Görzer Graf Leonhard II., Michael von Wolkenstein-Rodenegg und seine Frau Barbara von Thun ruhen. Die Grabplatten aus dunkelrotem Marmor stammen von Christof Geiger, einem Bildhauer aus Innsbruck.

Ein bekannter Orgelbauer

Nach einem Blitzschlag im Jahr 1737 wurde der Altarraum barock gestaltet. Der 78 Meter hohe Turm erhielt seine neugotische Form 1907/1908. Im 19. Jahrhundert wurden die Fenster sowie die Einrichtung der Kirche gotisch ausgerichtet. Die letzte Renovierung fand 1967 bis 1969 statt. Die Orgel wurde ursprünglich 1618 vom Passauer Orgelbauer Andreas Butz gebaut. Seit 1888 befindet sich im Butz-Gehäuse jedoch ein Orgelwerk von Reinisch-Pirchner, in das gut erhaltene Orgelpfeifen von Butz eingefügt wurden.

Das sollten die Besucher ebenfalls gesehen haben

Ein Besuch des Kriegerdenkmals, das sich direkt neben St. Andrä befindet und der Kriegergedächtniskapelle mit vierteiligem Bilderzyklus von Albin Egger-Lienz rundet einen Besuch der Pfarrkirche ab. Das Geläut der Stadtpfarrkirche St. Andrä in Lienz, das nach dem Zweiten Weltkrieg erneuert wurde, besteht aus sieben Glocken.

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