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ganzjährig zugänglich
Der Staubfall ist ein rund 200 Meter großer Wasserfall bei Ruhpolding. Er liegt südlich von Ruhpolding im oberbayerischen Landkreis Traunstein, unmittelbar an der deutsch-österreichischen Grenze. Das Naturdenkmal befindet sich im Tal der Weißen Traun nahe der Ortschaft Unken im Salzburger Saalachtal.
Die Umgebung ist geprägt von den Chiemgauer Alpen und den Berchtesgadener Alpen. Dichte Wälder, steile Felswände und klare Gebirgsbäche verleihen der Landschaft ihren ursprünglichen Charakter. Durch seine Lage an der historischen Verbindung zwischen Bayern und Salzburg war der Staubfall schon früher ein markanter Orientierungspunkt für Reisende.
Erreichbar ist er auf dem Staubfallweg ab der Rosthütte zum österreichischen Heutal. Der Weg war früher eine beliebte Schmugglerroute, heute besticht sie durch landschaftliche Schönheit und viele kleinere Sturzbäche. Der Steig führt direkt unter dem Wasserfall hindurch und weiter ins Heutal, wo viele Almen und Gasthäuser zur Einkehr einladen.
Der Wasserfall entstand durch die jahrtausendelange Erosionskraft des Wassers. Der Gebirgsbach hat das Kalkgestein kontinuierlich ausgewaschen und dabei die markanten Felsstufen geschaffen, über die das Wasser heute in mehreren Kaskaden hinabstürzt.
Besonders nach starken Regenfällen oder während der Schneeschmelze führt der Bach deutlich mehr Wasser. Dann entsteht ein feiner Sprühnebel, der weit über die Felsen hinaus sichtbar ist und dem Staubfall seinen charakteristischen Namen verliehen hat.
Die Kombination aus Wasser, Kalkstein und dichter Vegetation schafft ein kühles Mikroklima, in dem Moose, Farne und zahlreiche feuchtigkeitsliebende Pflanzen gedeihen.
Der Staubfall ist nicht nur wegen seines Wasserfalls bekannt, sondern auch aufgrund seiner außergewöhnlichen Lage und Geschichte.
Eine besondere Attraktion bildet der historische Felsdurchgang, der direkt hinter beziehungsweise neben dem Wasserfall verläuft. Besucher können den Wasserfall dadurch aus einer ungewöhnlichen Perspektive erleben und den herabstürzenden Wassermassen besonders nahe kommen.
Von mehreren Aussichtspunkten eröffnen sich beeindruckende Blicke auf die Felswände, den Wasserfall und die umliegende Berglandschaft. Gerade an sonnigen Tagen entstehen im feinen Sprühnebel häufig kleine Regenbogen.
Der Staubfall ist über gut ausgebaute Wanderwege leicht erreichbar und eignet sich hervorragend für einen kurzen Familienausflug.
Je nach Ausgangspunkt dauert der Spaziergang lediglich etwa 20 bis 30 Minuten. Der Weg führt überwiegend durch schattigen Bergwald und ist auch an warmen Sommertagen angenehm zu begehen.
Wer länger unterwegs sein möchte, kann den Besuch mit weiteren Wanderungen rund um die Weiße Traun oder ins Heutal auf österreichischer Seite verbinden.
Für den kurzen Wanderweg empfiehlt sich festes Schuhwerk, da einzelne Abschnitte insbesondere nach Regenfällen feucht und rutschig sein können.
Wer fotografieren möchte, findet am Vormittag häufig besonders günstige Lichtverhältnisse. Ein Weitwinkelobjektiv eignet sich hervorragend, um Wasserfall und Felslandschaft gemeinsam einzufangen.
Da sich Besucher dem Wasserfall teilweise sehr stark nähern können, ist eine wasserabweisende Jacke insbesondere bei hoher Wasserführung empfehlenswert.
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