Navigation überspringen (direkt zum Inhalt)

Wasserkirche Zürich

Religiöse Stätten in Zürich

Bild Wasserkirche Zürich
Blick auf die Wasserkirche © Zürich Tourism / Elisabeth Real

Die Wasserkirche erhielt ihren Namen, da sie in ihren Anfängen auf einer Insel im Limmat stand. Im Zuge der Errichtung des Limmatquais wurde der Graben komplett zugeschüttet. Der Limmatquai ist eine Uferpromenade und führt von dem zentralen Platz Bellevue am Südende der Altstadt bis zum Central, einem Platz im Norden gegenüber des Hauptbahnhofs von Zürich.

Gemälde der Wasserkirche Ende des 15. Jahrhunderts von Hans Leu d. Ä.
Gemälde der Wasserkirche Ende des 15. Jahrhunderts von Hans Leu d. Ä. / © Roland Fischer, Zürich, via Wikimedia Commons

Geschichte der Wasserkirche

Um 300 n. Christus sollen auf der kleinen Insel die späteren Stadtheiligen Felix und Regula den Märtyrertod erlitten haben. Der Sage nach haben die Römer sie hier ermordet, weil sie zum Christentum übergetreten sind.

Um 1000 n. Christus entstand an der Hinrichtungsstelle eine Kirche im romanischen Stil. Diese wurde um den Findling gebaut, auf dem die Hinrichtung statt gefunden haben soll. Der Stein steht noch heute in der Krypta. Zusammen mit dem Grossmünster und dem Fraumünster entstand so eine Prozessionsachse für die Stadtheiligen. Im 13. Jahrhundert baute man die romanische Kirche im spätgotischen Stil um. Dabei blieben so gut wie keine Reste des romanischen Stils erhalten.

Spätgotischer Neubau

1477 entschieden die Stadtväter, dass man der Bedeutung wegen einen prunkvolleren Bau braucht. So wurde unter dem Baumeister Hans Feldner die alte Kirche abgerissen und ein spätgotischer Prachtbau auf der Insel gebaut, der im Jahre 1486 eingeweiht wurde.

Die während dieser Bauphase entstandenen Fresken und Verzierungen im Innenraum sind leider nur noch in Fragmenten erhalten. Auch die schwefelhaltige Quelle, die man in dieser Zeit fand und die lange Jahre lang für Pilger als "Gesundbrunnen" galt, wurde im Laufe der Zeit mehrfach verschüttet und neuentdeckt. Seit 1791 ist der Brunnen aber wieder restauriert.

Blick in die Wasserkirche als Bibliothek vor 1917
Blick in die Wasserkirche als Bibliothek vor 1917 / © Adrian Michael, via Wikimedia Commons

Die Reformation

Im Zuge der Reformation funktionierte man die Kirche 1524 in ein Lagerhaus um. Dabei zog man Zwischenböden ein und baute die langen Spitzbogenfenster in zwei kleine um. 1634 wurde die ehemalige Kirche dann zur "Gemeinen Bürger-Bücherei", der ersten Stadtbücherei Zürichs umfunktioniert. 1717 wurden die Zwischenböden wieder entfernt und durch eine hölzerne barocke Galerie ersetzt.

Erst 1928 und 1940 wurde, nach langem Streit, die Kirche wieder renoviert und umgebaut. Dieses Mal versuchte man, den ursprünglichen spätgotischen Zustand wieder zu errichten. Seitdem wird die Kirche wieder als evangelisch-reformiertes Gotteshaus genutzt.


Besucherkommentare Wasserkirche Zürich

Was hat Ihnen besonders gut gefallen? Teilen Sie anderen Besuchern Ihre Meinung mit und schreiben Sie zu "Wasserkirche Zürich" den ersten Kommentar!

Kommentieren und Bewerten

Ihre Angaben

Benötigte Angaben sind mit * gekennzeichnet.

Ihre Bewertung
Ihr Kommentar
Hinweise

Bitte lesen Sie sich vor dem Absenden unsere Richtlinien für Kommentare durch.

Kontakt

Wasserkirche Zürich

Limmatquai 31 8001 Zürich Schweiz

Tel.: +41 44 215400 Fax: +41 44 2154044

touristservice@zuerich.com Homepage

  • Öffnungszeiten

    Di 9-12; Mi-Fr 14-17; Sa 12-17 Uhr

  • Eintrittspreis

    Eintritt frei

Weitere Highlights Zürich

St. Peter

Die Pfarrkirche bildet zusammen mit dem Grossmünster ...

Landesmuseum Zürich

Das Landesmuseum Zürich Die größte kulturgeschichtliche ...

Museum Rietberg

Im Rieterpark, einem der schönsten Parks Zürichs im ...

Kurpark Baden Zürich

Kurpark Baden © Stadt Baden An der Limmatpromenade ...

Opernhaus Zürich

Pompöses Eingangsfoyer im Opernhaus Zürich © Dominic ...

Alle Highlights in Zürich anzeigen