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Blühende Bergwiese

Eine Region auf einem Fernwanderweg entdecken

Unterwegs auf Schusters Rappen

Von einigen Tagen bis mehrere Wochen: Die Fernwanderwege führen den Wanderer durch eine Region, ein Bundesland oder einen Gebirgszug. Wir stellen die schönsten Mehrtagestouren in den Alpen vor: Vom Inntaler Höhenweg in Österreich über den Meraner Höhenweg in Südtirol bis zum Maximiliansweg in Deutschland.

Auf dem Adlerweg durch Tirol

Auf dem Adlerweg erkundet man das österreichische Bundesland Tirol von Osten nach Westen. Seinen Namen hat der Fernwanderweg von der Silhouette des Verlaufs, die einem Adler mit ausgebreiteten Schwingen gleicht. Der Adlerweg ist unterteilt in zwei Teilstrecken im Norden und Osten von Tirol.

Der Nordweg führt über 280 Kilometer Wegstrecke und 24 Tagesetappen von St. Johann über Kufstein und Innsbruck bis nach St. Christoph am Arlberg. Dabei geht es 23.000 Höhenmeter bergauf und 20.000 Höhenmeter bergab durch den Wilden Kaiser, die Brandenberger Alpen und das Karwendelgebirge.

Die Tour durch Osttirol ist kürzer: Neun Etappen und 93 km Weg verbinden den Großvenediger mit dem Großglockner. Startpunkt ist in Ströden, Ziel ist das Lucknerhaus.

Der Inntaler Höhenweg

Der Höhenweg im Inntal führt auf einer Höhe zwischen 1.800 und 2.800 Metern hoch über dem Tal an den Bergketten entlang. Während der sechs Tagesetappen passiert man über 16 Tuxer Gipfel und acht Jöcher, darunter den Patscherkofel, den Glungezer, den Rastkogel und das Kellerjoch.

Startpunkt der Tour ist in Innsbruck, das Ziel ist in Schwaz erreicht. Auf dem Weg erleichtern mehrere Bergbahnen den Anstieg. Von jeder der Hütten ist ein Ein- oder Ausstieg möglich, daher kann man auch einzelne Etappen des Inntaler Höhenwegs laufen.

Stubaier Höhenweg

Der Stubaier Höhenweg ist ein Rundweg, der durch die Bergwelt auf einer Länge von 120 Kilometern um das Stubaital führt. In acht bis neun Etappen kann man auf diesem anspruchsvollen, schwarzen Bergweg die beeindruckende Natur erleben, der Weg verläuft dabei immer im alpinen bis hochalpinen Niveau zwischen 2.000 und 3.000 Metern Höhe.

Start und Ziel der Tour ist in Neustift, aber auch andere Einstiege sind möglich. Da es von jeder Hütte der Tour eine Abstiegsmöglichkeit ins Tal gibt, können auch einzelne Etappen begangen werden. Die Tour führt unter anderem über die Schlicker Seespitze, die Rinnenspitze, die Stubaier Wildspitze und die Elferspitze und kann in beide Richtungen begangen werden.

Karnischer Höhenweg: Wandern im Grenzgebiet

Der Karnische Höhenweg führt im Grenzgebiet von Italien und Österreich durch die Karnischen Alpen, meist entlang des Gebirgshauptkamms. Die Wegstrecke ist 155 km lang und teilt sich – je nach Kondition – in acht bis elf Etappen auf. Es wird empfohlen den Weg von Westen nach Osten zu begehen, um der frontalen Sonneneinstrahlung zu entgehen. Starten kann man entweder im italienischen Sexten oder im österreichischen Sillian, von beiden Orten geht es auf den 2.434 Meter hohen Helm. Von dort geht es weiter über die Pfannspitze, die Steinkarspitze und die Hohen Warte bis zum Nassfeld und nach Arnoldstein. Der Karnische Höhenweg ist Teil des Friedenswegs und der Via Alpina (Roter Weg).

Um die Wanderer über die geologische Beschaffenheit der Karnischen Alpen zu informieren, wurde zwischen Sillian und dem Nassfeld ein Geo-Trail mit Schautafeln installiert.

Auf Königs Spuren: Der Maximiliansweg

Der Maximiliansweg ist ein Weitwanderweg, der entlang der deutschen Alpen von Lindau am Bodensee bis nach Berchtesgaden führt. Benannt wurde der Weg nach König Maximilian II., der im Sommer 1858 auf dieser Strecke fünf Wochen lang mit der Kutsche, auf dem Pferd und zu Fuß unterwegs war.

Eröffnet wurde der Maximiliansweg 1991, er besteht aus zwei Varianten mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, die 359 bzw. 388 km lang sind. Die Strecke teilt sich auf in 22 Tagesetappen, unterwegs muss man an zwei Stellen mit dem Schiff übersetzen: Ein Mal von Lindau nach Bregenz am Bodensee und ein Mal über den Tegernsee.

Die Strecke führt unter anderem durch den Bregenzerwald, die Allgäuer und Ammergauer Alpen und das Chiemsee Alpenland. Neben den atemberaubenden landschaftlichen Höhepunkten kommt man bei der Wanderung auch an kulturellen Highlights wie den Schlössern Neuschwanstein, Hohenschwangau und Linderhof vorbei.

Rund um die Texelgruppe: Der Meraner Höhenweg

Der Meraner Höhenweg umrundet in knapp 100 Kilometern die Texelgruppe in Südtirol. 1985 wurde der Rundweg eröffnet, der eine Verbindung zwischen den Gemeinden und Tälern schaffen sollte. Die Tour lässt sich in einen nördlichen und südlichen Abschnitt aufteilen: Der nördliche Teil führt vom Schnalstal nach Passeier und ist hochalpiner Natur, dagegen verläuft der südliche Teil sanfter und ist auch für Wanderer geeignet.

Insgesamt braucht man für die Tour vier bis sechs Tagesetappen, da der Weg auch über den 2.895 Meter hohen Eisjöchl führt, ist der beste Zeitraum zur Begehung von Juli bis September.

Zehn zur Auswahl: Die Dolomiten-Höhenwege

Die Dolomiten-Höhenwege sind insgesamt zehn Höhenwege, die sich durch die italienischen Dolomiten ziehen und auf denen man das Gebirge in ein bis drei Wochen durchqueren kann.

Die Wege haben jeweils eine Länge zwischen 90 und 200 Kilometern, die Touren haben unterschiedliche Schwierigkeitsgrade und alle beinhalten einen oder mehrere Klettersteige.

Verhältnismäßig einfach zu begehen ist die Tour 1, der "Klassische Weg" vom Pragser Wildsee nach Belluno in den östlichen Dolomiten. Besonders anspruchsvoll hingegen ist die Tour 7 "Auf den Spuren Lothar Pateras" in den Karnischen Alpen, die sehr anspruchsvoll ist und aus sehr langen Etappen besteht. Der Weg führt von Pieve d'Alpago nach Segusino.

Vorbei an den höchsten Bergen: Der Höhenweg Aostatal

Durchs Aostatal führen gleich zwei Höhenwege, die gemeinsam einen Rundkurs von 370 Kilometern und 27.200 Höhenmetern ergeben.

Der Höhenweg Nummer 1 wird auch "Höhenweg der Riesen" genannt, da er vorbei an den höchsten Bergen Europas führt: Dem Matternhorn, Monte Rosa und Mont Blanc. Daher ist der Weg auch nur in den Sommermonaten begehbar. Start des Fernwanderwegs ist in Donnas, das Ziel ist in Courmayeur erreicht. Dazwischen folgt der Weg dem Flusstal der Dora Baltea und unterteilt sich in 17 Tagesetappen. Fast jede dieser Tagestouren endet in einer Ortschaft, so dass für ausreichend Infrastruktur gesorgt ist.

Etwas kürzer ist der Höhenweg Nummer 2, der durch den Nationalpark Gran Paradiso und den Regionalpark Mont Avic führt. 14 Tagestouren à drei bis fünf Wanderstunden sind zu absolvieren, um von Courmayeur nach Donnas zu gelangen. Der höchste Punkt der Tour ist auf 3.330 Metern Höhe auf dem Pass Col Loson erreicht.

Hinweis: Die dargestellten Touren entsprechen annäherungsweise dem tatsächlichen Tourverlauf, sollten jedoch nicht als Grundlage einer Wanderung genutzt werden.