Cookie Consent by Privacy Policies website Der höchste Berg Österreichs: Großglockner
Wanderer vor dem Großglockner
Wanderer vor dem Großglockner © Peter Maier

Der Großglockner - Österreichs höchster Berg

05.07.2026
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Der Großglockner ist Österreichs zweitbeliebteste Sehenswürdigkeit

Der Großglockner, den man oft auch nur kurz "Glockner" nennt, mit seiner markanten Gesteinsspitze ist einer der bedeutendsten Gipfel in den Ostalpen. Seit die Großglockner Hochalpenstraße, die übrigens nur im Sommer befahrbar ist, im Jahr 1935 eröffnet wurde, haben bereits mehr als 50 Millionen Besucher den Blick auf den Berg genossen. Neben Schloss Schönbrunn in Wien ist der Großglockner, von dem es auch verschiedene Briefmarken gibt, die zweitbeliebteste Sehenswürdigkeit Österreichs.

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Mit 3.798 Metern ist der Großglockner der höchste Berg Österreichs

Der Großglockner ist mit 3.798 Metern der höchste Berg Österreichs, seit Südtirol im Jahr 1919 Italien zugesprochen wurde. Bis dahin war der Ortler der höchste Berg des Landes. Gleichzeitig ist der "Glockner" auch einer der bedeutendsten Berge der Ostalpen. Sein Gipfel ist vergletschert, die Pasterze bedeckt rund 16,7 km² der Fläche auf dem Großglockner. Seinen Status als größter Gletscher Österreichs wird die Pasterze aber bald verlieren: Der Klimawandel sorgte in den letzten Jahrzehnten ohnehin für eine große Abschmelze, nun dürfte Hufeisenbruch bald eisfrei und die beiden großen Gletscherflächen dann nicht mehr verbunden sein.


Der Großglockner gilt als der Berg mit der weitesten Aussicht: Man kann von hier aus bei gutem Wetter bis zu 220 Kilometer weit schauen, nach Regensburg, zum Böhmerwald, dem Ortler, der Poebene und zum Toten Gebirge.

Blick auf den Großglockner
Blick auf den Großglockner © Alexander Müller / Hohe Tauern - die Nationalpark-Region in Kärnten

Der Großglockner bildet die Grenze zwischen Kärnten und Tirol

Der Großglockner bildet das Herzstück des Nationalparks Hohe Tauern und gleichzeitig die Grenze zwischen den österreichischen Bundesländern Tirol und Kärnten.


Die wichtigsten Orte in der unmittelbaren Umgebung sind Kals am Großglockner und Heiligenblut am Großglockner.

Mythenreich: Daher hat der Großglockner seinen Namen

Erstmalig wurde der Berg als "Glogger" im Jahr 1561 auf einer Landkarte erwähnt. Über die Herkunft des Namens existieren verschiedene Theorien: Oft wird der Name von seiner glockenähnlichen Form hergeleitet, zum ersten Mal wurde dies im Jahr 1784 verschriftlicht.


Auch die Vermutung, der Name bezieht sich auf die im 15. Jahrhundert verwendeten Umhänge, die man "Glocken" nannte, wurde geäußert, da die Umhänge der Form des Glockglockners ähnlich sahen.


Da der Großglockner der höchste Berg in seiner Umgebung war, lag die Annahme ebenfalls nahe, dass er seinen Namen als "Anführer der Berge" von den als "Glogga" bezeichneten Leithammeln bekam.


Ganz sicher ist nur, dass er bis zum Jahr 1799 nur Glockner hieß und erst dann den Zusatz "Groß-" erhielt.

Blick auf die Pasterze und den Großglockner
Blick auf die Pasterze und den Großglockner © Stefan Leitner / Hohe Tauern - die Nationalpark-Region in Kärnten

Wann wurde der Großglockner zum ersten Mal bestiegen?

Die Glocknerexpedition war zunächst nicht erfolgreich

Im Jahr 1799 startete die Glocknerexpedition unter Franz II. Xaver von Salm-Reifferscheidt-Krautheim mit dem Ziel, den Großglockner zu vermessen und erstmalig zu besteigen. Unter den 30 Expeditionsteilsnehmer befanden sich auch zwei Heiligenbluter Bauern, die man "Glokner" nannte. Wegen schlechten Wetters gelang ihnen allerdings nur der Aufstieg auf den Kleinglockners (3.770 m), wo sie am 24. August 1799 ein Gipfelkreuz errichteten.


Allerdings führten ungenaue Überlieferungen der Expedition dazu, dass man sehr lange dachte, die Expedition wäre erfolgreich gewesen und hätte den Großglockner bezwungen. So wurde lange Zeit die Erstbesteigung auf den 25. August 1799 datiert.

Der Großglockner | Bergauf-Bergab | Berge | BR

1800 gelang die Besteigung des Großglockners

Ein Jahr nach der ersten Glocknerexpedition fand 1800 dann eine zweite Expedition mit doppelt so vielen Teilnehmern statt – und dieses Mal waren sie erfolgreich: Nachdem die Bergführer am 28. Juli vom Kleinglockner (wo einige Teilnehmer zunächst zurückblieben) aus auf den Großglockner vorgedrungen waren, sicherten sie den Aufstieg mit Seilen.


Dann nahmen sie den Pfarrer Mathias Hautzendorfer mit auf den Gipfel des Großglockners. So gilt Hautzendorfer als Erstbesteiger des Bergs, da der Gipfeltrupp in allen Aufzeichnungen namentlich nicht erwähnt wird.


Bereits am folgenden Tag wurde der Großglockner zum zweiten Mal bestiegen - dieses Mal von den Expeditionsteilnehmern, die zunächst auf dem Kleinglockner zurückgeblieben waren.

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Kaiser-Franz-Josefs-Höhe
Kaiser-Franz-Josefs-Höhe © Michael Königshofer / Nationalpark Hohe Tauern Kärnten

Der Normalweg auf den Großglockner führt über die Ostseite

Der Normalweg gilt als der leichteste Anstieg auf den Gipfel. Es ist der gleiche Weg, den die Erstbesteiger nutzten und hat den Schwierigkeitsgrad II. Der Ausgangspunkt für die Gipfelbesteigung ist die Erzherzog-Johann-Hütte auf der Adlersruhe.


Man startet entweder von der Salmhütte im Südosten und geht über das Hohenwartkees und die Hohenwartscharte. Oder man steigt von der Stüdlhütte im Süden über das Ködnitzkees, alternativ von der im Osten liegenden Franz-Josefs-Höhe über das Hofmannskees.


Hat man die Adlersruhe erreicht, ist man zugleich an der höchsten Schutzhütte Österreichs auf 3.454 Metern, der Erzherzog-Johann-Hütte, angekommen. Je nach Wetter und Ankunft wird hier bei einer klassischen, zweitägigen Besteigung, eingekehrt und die Nacht verbracht. Manchmal empfehlen die Bergführer auch noch einen Gipfelgang am Nachmittag, wenn es die Kräfte und Uhrzeit zulassen. Denn von der Hütte ist es nicht mehr weit zum Gipfel: Über den Firnrücken des sogenannten „Bahnhofs“ wandert man in Serpentinen über das steile „Glocknerleitl“ (Steigeisen sind obligatorisch) zum Grat des Kleinglockners. Nun in leichter Kletterei mit Hilfe der vorhandenen Sicherungsmöglichkeiten zum Gipfel des Kleinglockners. Von hier aus geht es über einen mit Drahtseilen gesicherten Abstieg zur Oberen Glocknerscharte, der berühmten Engstelle. Hier kommt es aufgrund der Masse an Bergsteigern, die den Glockner im Sommer bei guten Verhältnissen besteigen möchten, oft zu Wartezeiten. Hat man die schmale Scharte, bei der es links und rechts jeweils mehrere hundert Meter steil abfällt, hinter sich gebracht, klettert man noch rund 20 Minuten über verblocktes Gelände (UIAA I bis II) zum Großglockner-Gipfel.

Natur am Großglockner: Gämse, Murmeltier, Adler und Geier

Flora und Fauna im Nationalpark Hohe Tauern und am Großglockner sind für Naturfreunde sehr sehenswert. Die Flora besteht aus vor allem aus alpinen und subalpinen Pflanzen. Doch auch vereinzelte hochalpine Pflanzen wie den Gletscherhahnenfuß kann man hier finden.


Zu den Tierarten, die man rund um den Großglockner entdecken kann, zählen auch Gämsen und Murmeltiere. Auch eine der größten Steinbock-Populationen der Hohen Tauern ist am Berg zu finden. Ebenfalls heimisch sind verschiedene Vogelarten: Besucher können Gänsegeier, Bartgeier und Steinadler beobachten.

Leben im Gebiet des Großglockners: Murmeltiere
Leben im Gebiet des Großglockners: Murmeltiere © pixabay.com

Wintersport am Großglockner

Nicht nur für Bergsteiger ist der Großglockner interessant, auch für den Wintersport gewinnt der Berg an immer größerer Bedeutung. So gibt es gleich zwei Skigebiete im Einzugsgebiet: Das Skigebiet Heiligenblut-Großglockner mit 55 Pistenkilometern und das Großglockner Resort, das weitere 37 Pistenkilometer bietet.

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