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Hemmaberg

Globasnitz, Österreich

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Der Hemmaberg ist nicht nur bei Pilgern beliebt

Im Süden von Kärnten nahe des Orts Globasnitz liegt der 842 m hohe Hemmaberg. An seiner nördlichen Seite fällt der Berg steil ab. Die vorherrschende Vegetation wird durch Fichten und einige Laubbäume geprägt. Ausgrabungsstätten, Pilger- und Meditationswege sowie die Rosaliengrotte machen den Hemmaberg zu einem beliebten Ausflugsziel.

Die Siedlungsgeschichte auf dem Hemmaberg

In der Zeit zwischen 1500 und 1250 v. Chr. siedelten auf dem Gipfelplateau des Hemmabergs Menschen. Die Siedlungsgeschichte setzte sich bis ins Mittelalter fort.

Archäologische Funde lassen vermuten, dass die ausgegrabene Doppelkirchenanlage aus dem beginnenden 6. Jahrhundert ein frühchristliches Pilgerzentrum darstellte. Im Mittelalter wurde schließlich eine Kirche errichtet, die der Heiligen Hemma gewidmet wurde. Diese gab dem Berg auch seinen heutigen Namen.

Die Grotte der Heiligen Rosalia

Die Rosaliengrotte am Hemmaberg galt bei den Menschen im Jauntal seit jeher als mystisch und geheimnisvoll. So ist es nicht verwunderlich, dass sich viele Sagen um sie ranken. Seit Jahrtausenden pilgern die Menschen hinauf zu der kleinen Grotte, um Einkehr und innere Ruhe zu finden.

Dem Wasser der Quelle, die unter der antiken Siedlung entspringt, wird von den Einheimischen eine besondere "Heilkraft" zugesprochen. Im 17. Jahrhundert wurde die Statue der Heiligen Rosalia in der Grotte aufgestellt.

Außerdem wurde eine Kapelle errichtet, die in einer feierlichen Prozession eingeweiht wurde. Die heutige Kapelle ist aus Holz gefertigt und wurde 1926 erbaut, nachdem die vorige einem Brand zum Opfer gefallen war.

Pilgern und Meditieren

Der Hemmaberg zählt zu den ältesten Wallfahrtsorten Europas. Der Pilgerweg ist etwa 650 km lang. Er umfasst 24 Gemeinden in Kärnten und Slowenien. Der Ort Globasnitz ist eine der Pilgerstationen.

Pilgerkirche © Johann Jaritz, Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Außerdem wurde ein "Weg der Besinnung" eingerichtet: Neun Marmorsteine, die mit biblischen Botschaften versehen sind, laden den Wanderer zum Innehalten und Besinnen ein.

Darüber hinaus gibt es auf dem Berg einen Meditationspfad mit sechs Stationen. Er führt von den Ausgrabungen auf dem Gipfelplateau über den Steilhang, um schließlich an die Quelle zu gelangen.

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