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Stiftskirche St. Gallen

St. Gallen, Schweiz

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Die Stiftskirche St. Gallen gehört zum gleichnamigen Bistum und wird von diesem als Kathedrale genutzt. 1983 wurde der in der Stadt St. Gallen in der Schweiz gelegene Stiftsbezirk von der UNESCO in die Welterbeliste aufgenommen.

Geschichte einer Kirche

Bei der Stiftskirche handelt es sich um die neu erbaute Kirche des Klosters St. Gallen. Die alte Kirche aus dem 9. Jahrhundert wurde 1755 abgerissen. Daraufhin wurde im Jahr 1756 der neue Grundstein der Anlage gelegt, die schon 1760 eingesegnet wurde. Die Kathedrale gilt als eine der letzten monumentalen Sakralbauten des Spätbarocks und ist den Heiligen Gallus und Otmar.

Zwischen Spätbarock und Klassizismus

In der Kirche wissen die neu restaurierten Gemälde von Joseph Wannenmacher zu faszinieren. Diese präsentieren St. Gallus im Langhaus und die acht Seligkeiten in der Rotunde. Auch die Hauptorgel von 1815 und die zwei Chororgeln von 1768 und 1770 sowie die spätbarocke Kanzel und das Chorgitter verleihen der Kirche ihre besondere Atmosphäre.

Neben dem faszinierenden Interieur, ist vor allem die Ostkrypta sehenswert. Ihr Kern stammt noch aus dem 9. Jahrhundert und in ihr soll sich das Grab des Heiligen Gallus befinden. Dieser gilt als Gründer des Klosters St. Gallen im Jahr 612.

Kultur der Steine

Ein weiteres Highlight des Stiftsbezirks ist das eingegliederte Lapidarium: Hier werden archäologische Funde und Erkenntnisse über das Kloster St. Gallen ausgestellt.

Darunter befinden sich karolingische und ottonische Werkstücke aus dem 9. und 10. Jahrhundert sowie Spolien des 15.-17. Jahrhunderts. Die Ausstellung "Die Kultur der Abtei Sankt Gallen" präsentiert darüber hinaus Einblicke in Kultur und Geschichte des Klosters. Dank der Ausgrabungen der 1960er Jahre, ließ sich das Kloster von 830 gut rekonstruieren. Ein Modell hiervon ist ebenfalls Teil der Ausstellung.

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