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Textilmuseum St. Gallen

St. Gallen, Schweiz

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Das im späten 19. Jahrhundert begründete, 1956 aufgestockte, Textilmuseum in St. Gallen verfügt über eine Sammlung von über 45.000 Kleidungsstücken, Stoffen, Geräten, Schnittmustern und Textilkunst – vom Mittelalter bis heute.

Das Museum in der Innenstadt, wenige Meter östlich vom Bahnhof, bringt interessierten Besuchern die Welt der Mode, Textilgeschichte und -industrie näher. Fachleuten und Laien werden Kenntnisse über Designs, Technik und Ideen vermittelt. Die Textilbibliothek mit Mode- und Stoffmusterbüchern gehört ebenfalls dazu. Eine Handstickmaschine wird den Besuchern live vorgeführt.

Mode ist Kultur

In wechselnden Ausstellungen informiert das Textilmuseum St. Gallen über aktuelle Designs, Farben und Stoffe der Saison, originelle oder künstlerisch gestaltete Damen- und Herrenmoden, Tisch- und Haushaltstextilien. Schnell wird den Ausstellungsbesuchern deutlich, dass die Mode einer Epoche viel über das jeweils vorherrschende Welt- und Menschenbild aussagt. Ob prachtvolle höfische Kleider, praktische oder legere Alltagskleidung, Mode als Abgrenzungs- und Klassenmerkmal – wie Menschen sich anziehen, ist Ausdruck ihrer Kultur und ihres Seelenzustands. Mit Sonderausstellungen bringt das Textilmuseum seinen Besuchern diese Zusammenhänge näher.

Wirtschaftliche und soziale Aspekte der Modewelt

Ausstellung "Fast Fashion" / © Textilmuseum St. Gallen, Foto: Jürg Zürcher

Zusätzlich wird die Herstellung von Kleidungsstücken und Textilien veranschaulicht – von kunstfertiger Handarbeit, monotoner Fließbandnäherei bis zu hochtechnisierten Web- und Stickverfahren. Zusammenhänge und Entwicklungen in der Mode- und Textilindustrie werden beleuchtet.

St. Gallen und die ganze östliche Schweiz waren in früheren Jahrhunderten ein bedeutender Textilstandort, der viele Stoffe und Kleidungsstücke ins Ausland exportierte. Heute werden diese meist in Niedriglohnländern hergestellt. Die Folgen dieser "Fast Fashion" werden kritisch beleuchtet. Dabei werden die sozialen und gesundheitlichen Auswirkungen auf die Textilarbeitskräfte in fernöstlichen Ländern aufgezeigt, sowie Möglichkeiten, wie deren Lebens- und Arbeitsbedingungen verbessert werden können. Auch der Einfluss der textilen Produktion auf die Umwelt ist Bestandteil einiger Ausstellungen.

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