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Absprung in den Badesee!

Tipps für sicheres Baden

Kaum etwas sorgt an warmen Sommertagen für so gute Abkühlung wie ein Sprung ins kühle Wasser. Badeseen bieten gleichzeitig ein schönes Naturerlebnis und ausreichend Platz für die ganze Familie oder abgeschiedene Stellen für Ruhesuchende. Wir geben Tipps, an welchen Anzeichen man einen guten Badesee erkennt, was man beim Baden beachten sollte und stellen die schönsten Badeseen im Alpenraum vor.

Woran erkennt man einen guten Badesee?

Allein in Deutschland gibt es nach Schätzungen rund 30.000 größere Seen, da fällt die Wahl schwer. Wer ein sicheres Badeerlebnis möchte, sollte bei der Auswahl des Badesees und der Badestelle auf einige Punkte achten.

  • Klares Wasser: Im Uferbereich sollte man bis auf den Grund sehen können.
  • Keine Algen: Starker Algenwuchs kann ein Hinweis auf ein gestörtes ökologisches Gleichgewicht sein.
  • Kein Geruch: Das Wasser sollte nicht modrig oder faulig riechen.
  • Wenig Wasservögel: Durch den Kot von Vögeln kann das Wasser verunreinigt sein.
  • Umgebung beachten: Gebadet werden sollte nicht direkt an Mündungen von Rohren, Bächen oder Kanälen oder in der Nähe von Bootshäfen oder Anlegestellen. Außerdem sollte man Stellen mit Pflockreihen oder ähnlichem meiden, da dort das Wasser nur langsam ausgetauscht wird und sich Material sammeln kann.
  • Wetter: Ist der See von Feldern umgeben, sollte man nicht direkt nach starkem Regen baden, da Dünger oder andere Substanzen ins Wasser geschwemmt werden können.
Schwimminsel im Schönenbodensee
Badespaß am Schönenbodensee © Switzerland Tourism/swiss-image.ch/Vera Hartmann

Die Wasserqualität von Badeseen wird auch regelmäßig von offiziellen Stellen und anderen Organisationen wie dem ADAC im Labor getestet. Grundlage dafür ist die EU-Badegewässer-Richtlinie. Unter folgendem Link erhält man eine Übersicht über die Wasserqualität aller getesteten Seen der vergangenen Jahre: https://www.eea.europa.eu/de/publications/qualitaet-der-europaeischen-badegewaesser-2015

Generell ist Baden in Seen fast überall unbedenklich, werden Grenzwerte überschritten, zum Beispiel durch lang anhaltende heiße Temperaturen, können kurzfristig Badeverbote ausgesprochen werden. Dementsprechende Schilder sollten unbedingt beachtet werden.

Die Wasserqualität erhalten

Jeder Besucher eines Badesees kann selbst mithelfen, die Sauberkeit eines Sees zu bewahren. So sollten Abfälle nicht am Strand oder im Wasser entsorgt werden, sondern entweder mit nach Hause genommen oder in Mülleimer geworfen werden. Außerdem sollte das Gewässer nicht als Toilette, sondern sanitäre Anlagen genutzt werden. Sonnencreme am besten nicht unmittelbar vor dem Baden auftragen, sonst gelangt diese direkt ins Wasser. Außerdem sollte man Enten und Fische nicht durch Füttern anlocken, da deren Fäkalien das Algenwachstum begünstigen.

Sicher im Wasser unterwegs

Badeverbotsschild an einem See
Badeverbote beachten / © Dominik Pöpping / pixelio.de

Damit das Planschen im Badesee sicher ist, sollte man einige Tipps beachten: Immer nur an bewachten Badestellen ins Wasser gehen und Warnzeichen oder Hinweisschilder beachten. Ein bewachtes Gebiet wird meist durch das Hissen einer rot-gelben Fahne signalisiert, bei einer roten Flagge herrscht Badeverbot.

Beim Baden in unbekanntem Gewässer sollte man sich vorher über eventuelle Gefahren erkundigen und keine Sprünge (vor allem nicht Kopf voraus) im Ufer- oder Flachwasserbereich wagen.

Eine große Gefahr ist die Selbstüberschätzung der eigenen Gesundheit und Leistungsfähigkeit, daher sollte man nie alleine schwimmen gehen. Wichtig ist außerdem, sich vor dem Baden abzukühlen und besondere Vorsicht bei der Benutzung von Luftmatratzen, Gummitieren und Ähnlichem walten zu lassen. Diese können leicht abgetrieben werden und bieten keinen sicheren Schutz für Nichtschwimmer. Daher sollten auch Kinder nie unbeobachtet gelassen werden. Ganz allgemein sollte man zudem auf einen ausreichenden Sonnenschutz achten.