Frankreich begeistert mit seiner einzigartigen Mischung aus beeindruckenden Berglandschaften, malerischen Küsten, charmanten Dörfern und weltberühmter Kultur. Ob Wanderurlaub in den Alpen, entspannte Tage am Mittelmeer oder eine Entdeckungstour durch historische Städte – das Land bietet für jeden Geschmack unvergessliche Erlebnisse. Damit die Reise von Anfang an entspannt verläuft, findet ihr hier die wichtigsten Informationen zu Anreise, Verkehr, Gesundheit und praktischen Besonderheiten vor Ort.
Für deutsche Staatsangehörige genügt zur Einreise nach Frankreich ein gültiger Personalausweis oder Reisepass. Frankreich gehört zum Schengen-Raum, dennoch können stichprobenartige Grenzkontrollen stattfinden. Kinder benötigen ebenfalls ein eigenes Ausweisdokument.
Bei Reisen mit Haustieren sind ein EU-Heimtierausweis sowie eine gültige Tollwutimpfung erforderlich.
Allgemein gilt die europaweite Notrufnummer 112.
Darüber hinaus gibt es noch die regionalen Nummern:
Für Pkw gelten grundsätzlich folgende Höchstgeschwindigkeiten:
Innerorts
50 km/h
Außerorts
80 km/h
80 km/h
80 km/h
Schnellstraßen
110 km/h
100 km/h
100 km/h
Autobahnen
130 km/h
110 km/h
110 km/h
Park- und Halteverbote werden in Frankreich oft mit farbigen Markierungen am Straßenrand angezeigt. Falsches Parken kann ab 15 Euro abgestraft werden.
Bußgelder für Verkehrsverstöße liegen zum Teil deutlich über denen in Deutschland. Geschwindigkeitsüberschreitung bis 20 km/h werden ab 68 Euro gefahndet, Handy am Steuer oder Rotlichtverstoß ab 135 Euro. Bekommt man einen Bußgeldbescheid, sollte dieser bezahlt werden. Denn seit 2010 besteht ein Vollstreckungsabkommen zwischen den EU-Ländern, sodass Bußen auch zuhause eingetrieben werden können. Ausnahme: Ihr erhaltet den Bescheid auf Französisch, dann gilt der Bescheid als nicht zugestellt, da nicht jeder Französisch kann.
In Frankreich wird auf den meisten Autobahnen eine Mautgebühr fällig. Diese richtet sich nach der Strecke, die man auf der Autobahn fährt und wird an Mautstellen bei Auf- und Abfahrten kassiert. Zusätzlich wird auch auf manchen Brücken, in Tunneln und Schnellstraßen eine Maut erhoben.
An Tankstellen finden Reisende unter anderem folgende Kraftstoffarten:
Viele Tankstellen an Autobahnen sind rund um die Uhr geöffnet. In ländlichen Regionen können automatische Bezahlsysteme genutzt werden, die eine Kreditkarte erfordern. Wer mit dem E-Auto unterwegs ist, hat in Frankreich ebenfalls gute Karten: Frankreich verfügt über ein dichtes Netz an öffentlichen Ladestationen. Besonders entlang der Autobahnen und in touristischen Regionen sind Schnellladesäulen weit verbreitet. Vor längeren Fahrten empfiehlt sich die Nutzung einer Lade-App zur Planung der Route.
Wie auch in Deutschland gibt es in Frankreich mancherorts Umweltzonen, in denen man nur mit der Umweltplakette “Crit’Air” einfahren darf. Zu den Städten mit Umweltzonen gehören unter anderem Paris, Lyon, Marseille, Toulouse, Grenoble, Straßburg und Nizza. Da sich die Regelungen regelmäßig ändern, solltet ihr vor der Fahrt die aktuellen Bestimmungen der jeweiligen Stadt prüfen.
Über die Homepage des französischen Umweltministeriums kostet die Umweltplakette 5,11 Euro inklusive Versandkosten. Der Versand der Plakette erfolgt per Post.
Abseits vom Auto, lohnt sich die Anfahrt nach Frankreich auch mit der Bahn. Die Hochgeschwindigkeitszüge (TGV) verbinden die wichtigsten Städte des Landes in kurzer Zeit, darunter Paris, Lyon, Marseille, Bordeaux, Lille, Straßburg, Nantes und Nizza. Regionale TER-Züge erschließen ländliche Gebiete und viele Bergregionen. Für Fahrten in den Alpen stehen zudem zahlreiche Bergbahnen und Shuttleverbindungen zur Verfügung.
Frankreich ist ein beliebtes Reiseziel für Camper. Es gibt zahlreiche Campingplätze und Wohnmobilstellplätze. Wildcampen ist grundsätzlich nur eingeschränkt erlaubt und in Nationalparks, Naturschutzgebieten sowie an vielen Küstenabschnitten verboten. Vor Ort solltet ihr stets die jeweiligen kommunalen Vorschriften beachten. Informationen zu den geltenden Regelungen findet ihr bei den jeweiligen Gemeinden (Mairie), Tourismusbüros oder auf den offiziellen Webseiten der Nationalparks und Kommunen.
Beim Umgang mit offenem Feuer gelten in Frankreich teilweise strenge Vorschriften. Besonders in den Sommermonaten besteht in vielen Regionen aufgrund der erhöhten Waldbrandgefahr ein Verbot für Lagerfeuer, Feuerstellen und teilweise auch für Holzkohlegrills. In Wäldern, Naturschutzgebieten und Nationalparks ist offenes Feuer häufig grundsätzlich untersagt. Camper sollten sich daher vor Ort über die aktuellen Regelungen informieren und ausschließlich ausgewiesene Feuer- oder Grillplätze nutzen. Verstöße können mit empfindlichen Geldbußen geahndet werden.
Frankreich verfügt über eine sehr gute medizinische Versorgung. Gesetzlich Krankenversicherte sollten die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) mitführen, die sich auf der Rückseite der deutschen Gesundheitskarte befindet.
Bei Krankheit könnt ihr direkt einen Arzt („Médecin“) oder ein Krankenhaus („Hôpital“) aufsuchen. In vielen Fällen müssen die Behandlungskosten zunächst vor Ort bezahlt und anschließend bei der Krankenkasse eingereicht werden. Es empfiehlt sich daher, Rechnungen und Belege sorgfältig aufzubewahren. Apotheken („Pharmacies“) sind leicht am grünen Leuchtsymbol erkennbar. Außerhalb der regulären Öffnungszeiten gibt es einen Notdienst. Apotheker können bei leichten Beschwerden oft erste Hilfe leisten und geeignete Medikamente empfehlen.
In Notfällen sind der Rettungsdienst unter der Nummer 15 sowie der europaweite Notruf 112 erreichbar. Für Bergsportler empfiehlt sich zusätzlich eine Auslandsreise-Krankenversicherung inklusive Bergungskosten.
In Frankreich wird mit dem Euro bezahlt. Kredit- und Debitkarten werden nahezu überall akzeptiert, kontaktloses Bezahlen ist weit verbreitet. Dennoch empfiehlt es sich, insbesondere in ländlichen Regionen, auf Märkten oder in kleineren Berghütten etwas Bargeld mitzuführen.
Dank der EU-Roaming-Regelung können Reisende ihr Mobiltelefon in Frankreich in der Regel zu den Konditionen ihres deutschen Tarifs nutzen.
In abgelegenen Bergregionen kann die Netzabdeckung eingeschränkt sein. Vor Wanderungen oder Bergtouren sollten daher Kartenmaterial und wichtige Informationen möglichst offline gespeichert werden.
Geschäfte sind in größeren Städten meist durchgehend geöffnet. In kleineren Orten kann insbesondere zwischen 12 und 14 Uhr eine Mittagspause üblich sein.
Viele Geschäfte haben sonntags geschlossen, touristische Regionen bilden jedoch häufig Ausnahmen. An gesetzlichen Feiertagen können Öffnungszeiten eingeschränkt sein. Zu den wichtigsten landesweiten Feiertagen zählen Neujahr (1. Januar), Ostermontag, Tag der Arbeit (1. Mai), Tag des Sieges 1945 (8. Mai), Christi Himmelfahrt, Nationalfeiertag (14. Juli), Mariä Himmelfahrt (15. August), Allerheiligen (1. November), Waffenstillstandstag (11. November) sowie Weihnachten (25. Dezember). An diesen Tagen bleiben viele Geschäfte, Behörden und öffentliche Einrichtungen geschlossen oder haben verkürzte Öffnungszeiten.
Frankreich gilt grundsätzlich als sicheres Reiseland. Wie in vielen touristischen Regionen Europas sollten Reisende jedoch auf ihre Wertsachen achten. Besondere Vorsicht ist an stark frequentierten Orten wie Bahnhöfen, Flughäfen und beliebten Sehenswürdigkeiten geboten, da dort Taschendiebstähle vorkommen können. Bei größeren Demonstrationen oder Streiks kann es zeitweise zu Einschränkungen im öffentlichen Verkehr kommen.
Seit 2008 gilt in Frankreich ein strenges Rauchverbot. So ist das Rauchen in öffentlichen Gebäuden, in Geschäften, Diskos, Casinos, Cafés, Restaurants und in Hotels verboten. Auch am Arbeitsplatz darf nicht mehr geraucht werden.
Trinkgeld ist in Frankreich freiwillig. Da eine Servicepauschale meist bereits enthalten ist, genügt es häufig, den Rechnungsbetrag aufzurunden oder bei gutem Service einige Euro zusätzlich zu geben.
Die beste Reisezeit hängt von der jeweiligen Region ab:
Mit guter Vorbereitung steht einem gelungenen Urlaub in Frankreich nichts im Wege.