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Seewalchen am Attersee, Österreich

liegt auf 498 m

Historische Stätte am Attersee

Die Marktgemeinde Seewalchen am Attersee gehört zum Bundesland Oberösterreich. Sie liegt auf einer Höhe von knapp 500 Metern im Hausruckviertel direkt am Attersee. Der Ort hat nicht nur durch seine Pfahlbauten im See historische Bedeutung erlangt. Auch die Tatsache, dass Gustav Klimt hier viele Sommermonate verbrachte, trug zur Bekanntheit von Seewalchen bei.

Die Geschichte der Gemeinde Seewalchen

Von der Jungsteinzeit bis in die Bronzezeit siedelten am Attersee die ersten Menschen. Sie lebten in Pfahlbauten, die heute zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. In der Eisenzeit (5. Jahrhundert v. Chr.) siedelte das keltische Volk der Noriker in der Region. Ihnen folgten um das Jahr 15 v. Chr. die Römer. Als die Bajuwaren im Mittelalter hier sesshaft wurden, gaben sie dem Ort den Namen "Sewalhin" - die Walchen, die am See wohnen. Im Jahre 1135 wurde die Ortschaft zum ersten Mal in einem kirchlichen Dokument urkundlich erwähnt. Zu dieser Zeit war Seewalchen auf das Engste mit dem Kloster Michaelbeuern in Salzburg verbunden. Gehörte die Region bis zum 12. Jahrhundert noch zum Herzogtum Bayern, zählte es danach zum Herzogtum Österreich. Nach Beendigung des 1. Weltkrieges im Jahre 1918 wurde Seewalchen dem Bundesland Oberösterreich zugeordnet.

Architektonische Kleinode in Seewalchen

Das Ortsbild von Seewalchen ist geprägt von zahlreichen Villen. Diese entstanden, als sich wohlhabende Familien aus Linz und aus Wien in der Zeit zwischen 1870 bis 1900 im Ort ansiedelten. Die meisten befinden sich im Privatbesitz. Dies gilt auch für das Schloss Litzlberg, das sich auf einer Insel im Attersee befindet. Darüber hinaus gibt es in Seewalchen einige sakrale Bauten. Zu ihnen zählt die Pfarrkirche "St. Jakobus". Sie wurde im 15. Jahrhundert erbaut und dem Heiligen Jakobus dem Älteren geweiht. Prägnant ist ihr gotisches Netzrippengewölbe. Der spätgotische Hochaltar zeigt drei Statuen: Maria mit dem Kind sowie die Heiligen Barbara und Margarethe. Bemerkenswert sind zudem die Bildnisse der zwölf Apostel, die an der Empore angebracht sind.

Auf den Spuren der Kunst

Im Sommer 1900 verbrachte der österreichische Maler Gustav Klimt die erste Sommerfrische am Attersee. Am Nordufer in Litzlberg bei Seewalchen fand er bis 1916 immer wieder Ruhe und Inspiration. In den Folgejahren wechselte er seine jährlichen Sommerdomizile bis hin zum Südufer. Im Jahre 2003 wurde ein Gustav-Klimt-Themenweg erschaffen, der auch durch Seewalchen führt. Bei einer Wanderung erhält der Besucher mittels Informationstafeln und Audioguide einen Überblick zum Leben und Werk des Künstlers. Eine multimediale Ausstellung im Gustav-Klimt-Zentrum in Schörfling rundet das Thema ebenso ab wie eine Fahrt mit dem Kombi-Ticket "Klimt & Schifffahrt - Rundkurs Nord" auf dem Attersee.