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Ausflüge in Vinschgau

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Ausflugsziele in Vinschgau

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Wandern & Bergsport

Archaikweg im Vinschgau

Prad am Stilfserjoch, Vinschgau

Der Archaikweg ist ein recht geschichtsträchtiger Wanderweg, der sich im Südtiroler Nationalpark Stilfserjoch befindet. Dieser Wanderweg führt von Prad nach Stilfs, überwiegend folgt dieser dem alten Karren- und Säumerweg, der auch als Wormisionssteig bekannt ist und jahrhundertelang als Übergang vom Etschtal übers Stilfser Joch ins Veltin genutzt wurde. Noch heute lassen sich an einigen Stellen im Felsgrund Spuren der Karren erkennen. Weshalb dieser Weg auch besonders für Wanderer ein Highlight ist, die sich für Geschichte und Kultur interessieren.Wanderung von Prad nach StilfsDer Startpunkt des Archaikwegs ist an einer Tafel, die das Symbol des Steinadlers trägt und die Wanderer darauf aufmerksam macht, dass man sich in einem der größten Naturschutzgebiete Europas, dem Nationalpark Stilfserjoch befindet. Dieses Gebiet erstreckt sich über vier italienische Provinzen. So befindet sich in diesem Nationalpark das gesamte Gebiet des Ortler-Cevedale, das im Süden an Adamello, den Regionalpark der Lombardei, und im Nordwesten an den Schweizer Nationalpark Engadin grenzt.Der Archaikweg im Vinschgau ist ein Saumpfad, der an einem schattigen Hang verläuft. An mehreren markanten Punkten wurden Informationstafeln aufgestellt, die die Wanderer auf historische, geologische und biologische Besonderheiten aufmerksam machen sollen, die sonst nicht erkannt oder gesehen werden. Auf dem Archaikweg eröffnen sich dem Wanderer sehr schöne Ausblicke, wie zum Beispiel auf die Ortschaft Stilfs, die Tiefe des Suldener Tals und dem Gipfel des Ortlers. Nun geht es weiter nach Stilfs, dieses Dorf gehörte einst zu den ärmsten Dörfern dieser Gegend, doch heute ist in der Ortschaft, die an einem steilen Hang und vom Hochwasser des Suldenbaches geschützt liegt, nichts mehr zu spüren.Technische Daten zum ArchaikwegBis zum Anschlussweg, der sich unterhalb von Stilfs befindet, wird eine Gesamtgehzeit von 2,5 Stunden zurückgelegt. Der absolute Höhenunterschied wird mit 541 Metern angegeben. Die Anstieg-und Abstiegsleistung des Archaikwegs im Vinschgau wird auf ca. 600 - 700 m geschätzt. Der Wanderweg ist gut markiert, da er aber durch eine Zone führt, die vom Steinschlag gefährdet ist, ist die Nutzung des Wegs auch vom Wetter abhängig.
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Wandern & Bergsport

Glurnser Köpfl

Glurns, Vinschgau

Viele Berge des nördlichen Vinschgaus sind nicht geeignet für die Besteigung durch Familien oder durch nicht hochtourenerfahrene Bergsteiger. Umso mehr freuen sich diese über die einfache, jedoch konditionell fordernde Besteigung des Glurnser Köpfls.Südöstlich von GlurnsDas Glurnser Köpfl liegt südöstlich der Stadt Glurns zwischen Stilfser Joch und dem Schweizer Münstertal. Gleich nach dem Reschenpass erreicht man die Stadt Glurns. Von hier aus geht es weiter in Richtung Prad am Stilfserjoch, wobei auf halber Strecke der Ortsteil Lichtenberg erreicht wird, von wo aus das Glurnser Köpfl bestiegen wird.Besteigung des Glurnser KöpflsDas Glurnser Köpfl ist von der Besteigung her zwar nicht besonders spektakulär, aber einmal am Gipfel können die Wanderer die gesamte Vinschgau-Region überblicken. Der Blick reicht vom Reschenpass bis hinunter nach Bozen, dort wo "Alto Adige" oder "Hochetsch" ins Trentino übergehen.Start und Ziel der Bergtour ist der Lichtenberg-Höfeweg. Die Lichtenberg-Höfe sind verstreut liegende Bauernhöfe. Alle sind einfach über den Ortsteil Lichtenberg auf guten Wegen zu erreichen, wobei das Auto am Ende der Höfe-Straße geparkt werden kann.Die Besteigung des Glurnser Köpfls auf einfachen Wegen durch Wälder, Wiesen und Almen endet bei 2.395 Metern, wobei für die Besteigung mit mindestens vier, besser fünf Stunden gerechnet werden muss. Vor jeder Besteigung sollten Wanderer eine Wetterauskunft einholen und für die richtige Ausrüstung sorgen. Wer sich diesbezüglich überfordert fühlt, sollte unbedingt in Begleitung eines Wander- oder Bergführers die Tour angehen.Egal, ob in Begleitung eines Bergführer gewandert wird oder nicht, der Stolz darüber, diesen Gipfel bestiegen zu haben, begleitet die ehrgeizigen Wanderer für alle Zeiten. Der fantastische Ausblick und das Naturerlebnis sind reichliche Belohnung für die Anstrengungen.
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Wandern & Bergsport

Martelltal im Vinschgau

Latsch, Vinschgau

Geografische LageEs gibt in den Alpen unzählige kleine Seitentäler, die kaum wahrgenommen werden. Auf den ersten Blick wirkt das Martelltal im Vinschgau unscheinbar, doch bei genauerer Betrachtung ist es eine Reise wert. Das Martelltal kann man über Latsch, einem Ort im mittleren Vinschgau, erreichen.Bergbau und AlpinismusDer Ursprung des Namens Martelltals ist nicht eindeutig geklärt. Wahrscheinlich stammt er von der lateinischen Bezeichnung für Hammer "martellus" ab, die für den Bergbau im Tal in antiker Zeit steht. Viele Stollen zeugen heute noch von der Bergbaugeschichte des Tals, in der Kupfer, Eisenerz und Silber abgebaut wurden.Die Mehrheit der Besucher des Martelltals sind Bergfexe, da das Tal eine unglaublich wilde, atemberaubende Bergwelt bietet. Meistens ist das Ziel der Bergsteiger der Cevedale und die Zufallsspitzen, alle knappe Viertausender, die zu den Pflichtgipfeln vieler Bergsteiger gehören.Das Martelltal im Vinschgau und die ErdbeereDas Martelltal ist den Einheimischen am besten bekannt durch seine Erdbeerplantagen. Interessanterweise sind die Erdbeeren, die zwischen 900 und 1700 Metern Seehöhe unter vor Frost schützenden Folien reifen, überaus gefragt. Kenner schätzen ihr Aroma und vor allem die späte Ernte: Marteller Erdbeeren kommen erst dann auf den Markt, wenn die herkömmliche Erdbeerzeit bereits vorbei ist.AusflügeFür einen Tagesausflug im Martelltal bietet sich auf jeden Fall die Zufallhütte an. Von der Zufallhütte aus können leichtere Bergtouren unternommen werden, die sich unterhalb des hochalpinen Raumes abspielen.In der Zwischenkriegszeit wurde von den Italienern der Bau des Hotels Paradiso forciert, das dem Tal im Zuge des steigenden Alpintourismus große Bekanntheit verlieh, das aber heute als Ruine im Talschluss steht - ein Mahnmal an unliebsame touristische Entwicklungen.
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Radsport

Mountainbiken am Goldseeweg

Schlanders, Vinschgau

Der Goldseeweg im Vinschgau ist einer der bekanntesten Single-Trails der Alpen und führt von der 2.838 m hohen Dreisprachenspitze bis zur Furkelhütte auf 2.153 m. Der Goldseeweg am fast nicht mehr vorhandenen Goldsee war einige Jahre ganz für Mountainbiker gesperrt, doch jetzt ist wieder ein legales Mountainbiken am Goldseeweg möglich. Allerdings wurde der Goldseeweg 2012 nur mit einer Zeitregelung geöffnet. Diese besagt, dass Biker diesen Weg in der Zeit von 9 bis 15 Uhr nicht befahren dürfen, weil zu dieser Zeit viele Fußgänger unterwegs sind, denen man stellenweise kaum ausweichen kann. Außerhalb der Sperrzeiten sind kaum Fußgänger anzutreffen, sodass Biker freie Fahrt haben.Sperrzeiten einhaltenAus diesem Grund sollte mit dem Mountainbiken am Goldseeweg bis spätestens um 8:30 Uhr von der Dreisprachenspitze begonnen werden, um die Furkelhütte rechtzeitig vor der offiziellen Sperrzeit zu erreichen. Nach der Furkelhütte gibt es keine weiteren Einschränkungen für Biker. Man sollte nur beachten, dass Fußgänger oft auf dem Trail anzutreffen sind.Mountainbiken vom Stilfserjoch zur FurkelhütteDer Traumtrail am Goldseeweg führt von der Dreifachspitze, die sich oberhalb des Stilfser Jochs befindet, bis zur Furkelhütte. Selbst versierten Bikern verspricht dieser Trail allerhöchsten Abfahrtsspaß. Diese Tour, die durch eine atemberaubende Hochgebirgslandschaft führt, ist sehr eindrucksvoll und verlangt den Bikern konditionell und fahrtechnisch einiges ab. Denn allein die viel befahrene Stilfserjochstraße, die nicht nur lang, sondern zum Teil auch sehr steil ist, zehrt an den Kräften.Ehe das Stilfser Joch erreicht wird, heißt es zunächst 1.800 Höhenmeter zu überwinden. Nach Erreichen der Dreisprachenspitze bekommt man die Belohnung für diese Anstrengung, denn es folgt eine Abfahrt der Extraklasse: Diese führt über die Furkelhütte und der Glurnser Alm ins Tal. Der Goldseeweg wartet mit Passagen auf, die technisch sehr anspruchsvoll sind, da sie über abschüssigen und felsigen Untergrund führen. Der Trail wird nach der Furkelhütte deutlich flüssiger und führt bis ins Tal über schöne Waldwege. Während der gesamten Tour wird man von einem gigantischen Panorama begleitet.Möchte man den Adrenalin-Rausch beim Mountainbiken am Goldseeweg wieder etwas herunterfahren, bietet sich hierfür die Einkehr in die Furkelhütte perfekt an. Auch wenn auf dem Weg viele Hütten liegen, sind nur die Furkelhütte und die Obere Stilfser Alm bewirtschaftet.
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Wandern & Bergsport

Stundenweg: Wandern von Kloster zu Kloster

Mals, Vinschgau

Der Stundenweg: Innere Einkehr in SüdtirolDer Stundenweg ist ein Themenwanderweg der inneren Einkehr und Kontemplation. Er führt von der Abtei Marienberg, Europas höchstgelegenem Kloster, bis zum Benediktinerinnenkloster St. Johann im Münstertal. Allerdings ist seit 2015 ist ein Teilstück des Weges wegen Steinschlags gesperrt und wird voraussichtlich nicht wieder öffnen.Der Wanderweg ist grenzübergreifend (bitte an die Ausweispapiere denken) und befindet sich inmitten der unberührten Natur des Münstertals. Er kreuzt Waalwege, führt an diesen entlang zu Forststraßen, kreuzt die Via Augusta und reizt vorwiegend durch die spirituellen Meditation inmitten des natürlichen Rhythmus der Südtiroler Landschaft.Eintauchen in die Vergangenheit SüdtirolsDer als Themenpfad angelegte Wanderweg, der bereits von Karl dem Großen beschritten wurde, erstreckt sich auf 17 Kilometern und führt über teilweise recht anspruchsvolle Abschnitte, bei denen eine grundlegende Trittsicherheit gefragt ist. Einzelne Sequenzen sind auch für Familien mit kleineren Kindern geeignet, hier sollte man sich jedoch vorab informieren.Mit Beschreiten des Stundenwegs taucht man ganz von selbst in die Vergangenheit Südtirols ein. Hierbei behilflich sind die 24 Informationstafeln am Wegesrand, die Auskunft über die regionalen Besonderheiten geben. Der Wanderer erfährt so etwas über die Sprachen der Region, die Grenzverhältnisse, die Waalen und den ebenfalls über diese Wege führenden beschwerlichen Züge der Südtiroler Schwabenkinder. Immer wieder bieten sich auf dem Stundenweg Gelegenheiten zum Picknick und zur Rast mit dem weiten Blick in die Täler. Kommerzielle Einkehrmöglichkeiten gibt es jedoch keine.Dauer und Schwierigkeit des ThemenwegsDie Dauer einer Wanderung auf dem Stundenweg ist mit sechs bis acht Stunden angegeben. Der Pfad umfasst eine ungefähre Länge von 17 Kilometern und überwindet 770 Höhenmeter. Der höchste Punkt der Wanderung liegt bei etwa 1.550 m am Tellakopf. Achtung: Der Stundenweg wird zuweilen bei widrigen Wetterbedingungen und/oder Steinschlag geschlossen.
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Radsport

Via Claudia Augusta

Mals, Vinschgau

Auf den Spuren der RömerAls Drusus der Ältere 15 v. Chr. mit dem Ausbau einer befestigten Straße von der Adria bis zur Donau begann, hatte er weniger touristische Ziele im Sinn. Im ging es mehr um den schnellen militärischen Nachschub, den die Via Claudia Augusta ermöglichen sollte. 60 Jahre später eröffnete Drusus Sohn Claudius die Römerstraße über die Alpen, die heute vor allem von Sportlern, Wanderern und Touristen geschätzt wird. Wo früher Römer, Kelten, Räter und Etrusker wandelten, ist heute eine einzigartige Gelegenheit, Menschen und Kulturen entlang der alten Kaiserstraße kennen zu lernen, die wunderbare Natur entlang der Nord-Süd-Verbindung zu bestaunen und sich an der frischen Luft zu erholen und zu entspannen.Von Bayern bis zur AdriaSeit mehr als 2.000 Jahre prägt die Via Claudia Augusta die Region, die Menschen und die Kultur von Bayern, Tirol über die Po-Ebene zur Adria. Man folgt ihr heute wahlweise mit dem Rad, zu Fuß auf der Fernwanderroute oder auch mit der Postkutsche und dem Auto. Die Radtour führt von Donauwörth 700 km über die Alpen bis nach Venedig. Ruhige Nebenstraßen, asphaltierte Radwege oder Schotterstraßen führen den Biker über die alte Kaiserstraße. Zwei Radshuttles helfen in Tirol über Steigungen hinweg.Die FernwanderrouteAuf der Fernwanderroute fühlt man sich wie ein alter Römer - auch sie gingen auf der Via Claudia Augusta vornehmlich zu Fuß. Viele Unterkünfte erwartet den Wanderer entlang der Route - und natürlich viele Zeugnisse der Vergangenheit und eine wunderschöne Natur.Die Via Claudia Augusta in SüdtirolVon Mals bis Meran führt ein 80 km langer Fahrradweg entlang der Römerstraße. Der Schwierigkeitsgrad ist einfach und kann auch von ungeübten Radfahrern gut bewältigt werden. Besonders sehenswert auf dem Weg ist die Abtei Marienberg, die man auf jeden Fall besichtigen sollte. Auch in Mals mit seinen Kirchen und der mittelalterlichen Stadt Glurns sollten die Radfahrer einen Zwischenstopp einlegen.
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Wandern & Bergsport

Waalwege im Vinschgau

Glurns, Vinschgau

Im Südtiroler Vinschgau werden die Wanderwege Waalweg genannt. Die Pfade verlaufen entlang von künstlichen Bewässerungskanälen, meistens ohne große Steigungen.Die Waalwege, die man das ganze Jahr über begehen kann, gehören zu den beliebtesten Wanderwegen Südtirols.Die fünf schönsten WaalwegeLatschanderwaalDer Latschanderwaalweg verläuft von Latsch nach Tschars. Die Wanderung ist auch für Ungeübte gut zu schaffen. Der Weg führt durch einen Laubwald, an der Latschander-Schlucht vorbei und durch Weinberge. Die Wanderung hat eine Länge von 12 km. Man sollte hierfür ca. 3,5 Stunden einplanen.Leiten- und BergwaalDieser Rundwanderweg beginnt in Schluderns und endet in Schluderns. Auf der 7 km langen Strecke kommt man an der Churburg vorbei und wandert schließlich entlang des Saldurbachs bis zurück nach Schluderns. Für die Strecke sollten Wanderer eine Zeit von ca. 2 Stunden einplanen.Zaalwaal Die einstündige Wanderung startet in Kortsch und führt durch Weinberge bis zum Zaalwaal. Nicht nur die Weinberge und die kleine Kirche St. Ägidius kann man auf dem Weg besichtigen, es gibt auch zwei ehemalige alte Mühlen zu bestaunen.IlswaalDer Ilswaal führt vom Frühjahr bis zum Herbst Wasser und ist in dieser Zeit besonders beliebt bei Wanderern. Von Schlanders aus geht man am Schloss Schlandersberg und der Schlucht des Schlandraunbachs vorbei. Für die 7 km lange Strecke braucht man je nach Kondition und Pausen ungefähr 2,5 Stunden.Tscharser- und SchnalserwaalEiner der beliebtesten Waalwanderungen führt von Kastelbell bis nach Tschars zum Schloss Juval. Der Weg führt immer wieder durch Wälder, sonnige Hänge, Weinberge und bietet wunderschöne Panoramaausblicke. Auf dem Waalweg können Wanderer eine Original-Waalhütte und ein Wasserrad anschauen. Die 10 km-Waalwanderung dauert ungefähr 3 Stunden.
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Sehenswürdigkeiten

Abtei Marienberg

Mals, Vinschgau

Die Benediktinerabtei Marienberg ist ein majestätischer Bau, der die Besucher des oberen Vinschgaus beim Blick auf die westliche Talseite sofort rätseln lässt, ob es sich hierbei um ein Schloss oder den Wohnsitz wichtiger Würdenträger handelt. Das Kloster Marienberg ist mit seiner Lage auf 1.340 Metern die höchstgelegene Benediktinerabtei Europas.Lage der AbteiSelten ist eine Abtei in einer ländlichen Gegend so imposant und auffallend wie die Abtei Marienberg bei Mals. Es heißt im Volksmund, dass die Benediktiner an jedem Tag des Jahres ein anderes Fenster öffnen und schließen könnten. Gleich nach dem Reschenpass beginnt die Fahrt in langen Serpentinen über die Malser Heide talwärts, wo sich die Abtei am Berghang erstmals den Besuchern präsentiert. Sie ist über ein asphaltierte Straße über die Orte Burgeis oder Watles erreichbar. Über den Stundenweg oder den Sonnensteig kann das Kloster auf schönen Steigen auch zu Fuß besucht werden.Geschichte1150 begann der Bau des Benediktinerklosters am heutigen Ort. Allerdings ist zu sagen, dass es die Benediktiner-Abtei schon einige Zeit länger gegeben hat, jedoch musste sie aufgrund ungünstiger Lage zweimal mit Erlaubnis der Papsts übersiedelt werden. Die ersten Mönche, die mit dem Bau der Krypta begannen, kamen aus dem Allgäu. Im Jahr 1201 wurde die neu erbaute Klosterkirche der Jungfrau Maria und anderen Heiligen, deren Reliquien sich dort befinden, geweiht.Eine wichtige Persönlichkeit des Klosters war der Mönch Goswin von Marienberg, der unzählige Schrifte und Dokumente über das Kloster und die Region verfasste und damit als bekannter Chronist gilt. Das Kloster musste mehrfache Brände, Plünderungen, Aufstände und Umbauten überstehen, stand mehrmals vor der Schließung und diente zeitweise sogar als Gymnasium.Sehenswertes Die Fresken in der Krypta der Kirche, die später barockisiert wurde, zählen zu den beeindruckendsten Zeugen romanischer Kunst. Auch die Stiftsorgel aus dem Jahr 1865 ist bemerkenswert. Besucher sollten bei einem Spaziergang unbedingt auch das imposante Bauwerk von außen entdecken.Ein Museum erzählt wichtige Begebenheiten aus der Geschichte des Klosters und gibt einen Einblick in das Alltagsleben der Benediktiner.
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Sehenswürdigkeiten

Ansitz Mühlrain

Latsch, Vinschgau

Der barocke Ansitz Mühlrain liegt in der knapp 5.200 Einwohner zählenden Gemeinde Latsch im Vinschgau. Sie steht am westlichen Ortsende des idyllischen Örtchens Richtung Reschenpass. Das Anwesen ist der ehemalige Stammsitz der Herren von Latsch. Von der Vielzahl bemerkenswerter Sehenswürdigkeiten ist dieses Anwesen, zu dem auch die ebenfalls barocke Kapelle St. Anna gehört, eine der bedeutendsten. Er beeindruckt sowohl mit seiner äußeren Erscheinung als auch seinem Innern.GeschichtlichesIm Jahre 1580 erwarb Graf Kleinhans, ein Feldhauptmann in Spanien den Ansitz Mühlrain. Zu dieser Zeit erhielt dieser stattliche Bau, der aufgrund seiner rötlichen Fassade bzw. deren Rötelzeichnungen auch "Rotes Schloss genannt wird, seine heutige Form. Ab dem Jahr 1619 nannte sich die Familie Kleinhans von Mühlrain. Erbaut wurde sie im 17. Jahrhundert neben dem Ansitz von der Familie Kleinhans. Von 1772 bis 1820 befand sich das Anwesen im Besitz der Familie Froschauer.Ein beeindruckender BauDer Ansitz Mühlrain ist ein stattlicher Viereckbau mit zwei schmucken polygonalen Eckerkern und regelmäßigen Fensterreihen. Besonders auffällig sind die schmückenden Stuckarbeiten und Wandmalereien in Grisailletechnik (Grau in Grau) an der Außenfassade. Zudem befindet sich an der Fassade ein Getäfel, auf dem das Baujahr 1580 zu sehen ist. Im Innern des Anwesens befinden sich sehenswerte Holz- und Stuckdecken jeweils aus dem 18. Jahrhundert.Die Kapelle der Heiligen AnnaEin besonderes Highlight ist die St.-Anna-Kapelle, die Bestandteil des Ansitzes Mühlrain ist. Über ihrem Portal thront die Wessobrunner Madonna im Rosenkranz von dem Barockbildhauer Gregor Schwenzengast. Im sogenannten Volutengiebel, einer für den Barock und die Renaissance typischen Giebelform, ist ein weißes Marmorrelief der Maria Immaculata in Blattrahmung zu sehen. Das Rundbogenportal dieser prächtigen kleinen Kapelle wird auf beiden Seiten von drei Säulen flankiert. Das Innere besticht mit einem Altarraum mit bewegtem Gebälk und vier Säulen sowie einem Altar und einer Holzskulptur aus dem 17. Jahrhundert. Zusammen mit der stilgleichen Kapelle St. Anna ergibt der Ansitz Mühlrain ein harmonisches Gesamtbild.Da sich das Anwesen in Privatbesitz befindet, kann es nur von außen besichtigt werden.
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Natur

Königspitze

Sulden am Ortler, Vinschgau

Es gibt im oberen Vinschgau ein sogenanntes Dreigestirn, das alle Bergfexe kennen, das aber nur wenige von ihnen bereits bestiegen haben: Ortler, Königsspitze und Cevedale. Egal von welcher Richtung man sich ihnen nähert, das typische Ortler-Horn wird gegen Osten vom Gipfel der Königsspitze (auf italienisch Gran Zebrù) und abschließend vom Doppelhorn der Zufallspitzen flankiert.LageIm Ortler-Massiv gibt es mehrere Berge, deren Gipfel nahe an der Viertausender-Marke kratzen. Vor allem sind sie höher als die meisten Gipfel der Ostalpen, die zu Österreich gehören und deren "Verlust" durch die Abgabe Südtirols an Italien immer noch einigen Österreichern zu schaffen machen. Das Massiv befindet sich im Westen Südtirols an der Grenze zur Schweiz und ist von Nordtirol aus über den Reschenpass sehr einfach zu erreichen.BesteigungAlle drei Berge sind ohne Hochtourenerfahrung nicht zu bezwingen, wobei die Jahreszeit keinen Unterschied macht. Man bewegt sich auf einer Höhe um die 4.000 Meter. Die Königsspitze, deren Ostflanke aufgrund ihrer Steilheit ihr Charakteristikum darstellt, ist 3.851 m hoch. Der deutsch-österreichische Alpinist Julius Meurer bezeichnte sie als "den formvollendetsten, vornehmsten Berg im ganzen Bereich der Ostalpen".Während Ortler und Cevedale von den meisten erfahrenen Alpinisten ohne nennenswerten Aufwand bestiegen werden können, ist die Ehrfurcht vor der "Königin" meistens um einiges höher. Für die Gipfelbesteigung ist die Begleitung eines erfahrenen Bergführers unbedingt anzuraten. Der Normalweg führt im UIAA Schwierigkeitsgrad I und steilen Firnflanken (oder bei Kälte Eisflanken!) zum Gipfel.TagestourenSchutzhütten auf dem Weg zum Gipfel sind das Rifugio Pizzini-Frattola und das Rifugio Casati. Beide Hütten können von bergerfahrenen Tagestouristen natürlich alleine erreicht werden, da es keiner Gletscherdurchquerung mit Seilschaften bedarf. Bergerfahrung ist natürlich dennoch Voraussetzung.

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Natur

Nationalpark Stilfserjoch

Glurns, Vinschgau

Der Nationalpark Stilfserjoch liegt auf drei Regionen Trentino, Südtirol und Lombardei verteilt, im äußersten Norden der Republik Italien an den Grenzen zur Schweiz und Österreich. Die höchste Erhebung ist der Ortler mit 3.905 Metern. Das Schutzgebiet der Gletscherregion wurde im Jahr 1935 zum Nationalpark ernannt, ursprünglich galt dem Schutz zunächst nur der Ortler. Der Nationalpark ist das zweitgrößte Naturschutzgebiet im Alpenbogen.Leben in der Gebirgswelt Das Schutzgebiet ist die Heimat einzigartiger Gebirgstiere. Für vier Tiergruppen wurden separate Forschungsabteilungen errichtet, um die natürliche Umgebung, so wie Verhalten, die Fortpflanzung und den Erhalt der Lebewesen zu dokumentieren und zu sichern. In der Zusammenarbeit mit dem Alpenzoo in Innsbruck konnten Anfang des neuen Jahrtausends Bartgeier im Naturpark angesiedelt werden. Mittlerweile leben fast 30 Bartgeier im Nationalpark Stilfserjoch.Zu einem Erfolg wurden zudem die Bemühungen, die Steinadler vor dem Aussterben zu bewahren. Der Steinadler dient als Symbol- und Wappentier des Naturparks. Im Schnitt kommt jedes zweite Jungtier durch und pflanzt sich in der späteren Zeit selbst fort. Laut den Daten der Universität Insubria Varese leben 20 verschiedene Fledermausarten im Nationalpark, die meisten der Säugetiere sind in den Talsohlen anzufinden.Freizeit im NationalparkBesuchern stehen eine Vielzahl an Themenwegen zur Verfügung, die verschiedene Schwierigkeitsgrade aufweisen. In unmittelbarer Nähe der Gletscher ist das Betreten des Gebiets aufgrund der schweren Begehbarkeit einzelner Abschnitte nur mit einem erfahrenen Führer zu empfehlen. Außerdem sind viele Wege mit dem Rad oder Motorrad zugänglich, der höchste Punkt des Passes verläuft auf über 2.500 Metern.
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Natur

Ortler

Sulden am Ortler, Vinschgau

Der Berg Ortler (italienisch: Ortles) war der höchste Berg der gesamten Donaumonarchie Österreich-Ungarn, bis er nach der Trennung Südtirols von Tirol nach dem Ersten Weltkrieg vom Großglockner abgelöst wurde. Viele bezeichnen ihn auch als König Ortler, da er durch seine majestätische Gestalt, die von mächtigen Gletschern unterstrichen wird, den gesamten oberen Vinschgau dominiert - seine Höhe beträgt 3.905 Meter. Er gilt immer noch als die größte Eiswand der Ostalpen.Geografische LageVom Reschenpass (Übergang von Nord- nach Südtirol) kommend, sieht ihn der Besucher schon bald die gesamte Berglandschaft überragen. Unübersehbar steht er im Westen des Vinschgaus an der Grenze zur Schweiz. Aus allen Perspektiven sieht er ein wenig anders aus, sein charakteristisches Gipfelhorn jedoch weist ihn sofort als König Ortler aus.Der Berg Ortler übte schon immer eine Faszination auf Künstler aus. Auf unzähligen Gemälden und Fotos wurde er in Morgen- und Abendstimmung, zur Winter- und Sommerzeit festgehalten. Der Berg Ortler wurde im Jahr 1804 zum ersten Mal bestiegen, wobei die damalige Route nicht mehr begangen wird. Heute führt der mehrstündige Weg zum Gipfel normalerweise über den Nordgrat und den Ortlerferner (Gletscher).Besteigung für ProfisUm den Ortler zu besteigen, braucht es ausreichende Hochtourenerfahrung und -ausrüstung. Es empfiehlt sich auf keinen Fall, eine Besteigung ohne erfahrenen Bergführer durchzuführen. Die Anfahrt zum Berg Ortler erfolgt von den Orten Sulden oder Trafoi aus, wobei fast immer die Payerhütte als Stützpunkt für die Übernachtung vor der Besteigung gilt. Der Berg Ortler wird von seiner Schwierigkeit her als Grad III nach der UIAA-Skala eingestuft, allerdings birgt eine Besteigung eher die Gefahr von Lawinen, Eisbrüchen und Steinschlag.Halbanstieg für Nicht-ProfisDie Payerhütte auf 3.020 Metern wurde benannt nach dem Landvermesser Julius Payer und kann auch von nicht versierten, aber gut trainierten Bergsteigern besucht werden. Es ist allerdings zu bedenken, dass es sich auch hier um einen Tagesausflug in hochalpinem Gelände handelt und nicht um einen Nachmittagsspaziergang.
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Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt

Schlanders, Vinschgau

Wahrzeichen von SchlandersDer prägnante Turm der römisch-katholischen Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt ist das Wahrzeichen der Gemeinde Schlanders. Mit 97 Meter Höhe ist der auffallend schlanke und sich erkennbar nach Westen neigende Kirchturm des zentral direkt an der Hauptstraße im Ortskern gelegenen Gotteshauses das höchste Sakralgebäude in Südtirol.Mehr als 500-jährige GeschichteDer Turm hat seine heutige Gestalt im ersten Jahrzehnt des 16. Jahrhunderts erhalten. Die Geschichte der Pfarrei Mariä Himmelfahrt ist aber wesentlich älter. Möglicherweise stand schon im 8. Jahrhundert in Schlanders eine Pfarrkirche. Von 1235 bis 1811 unterstand die Kirche dem Deutschen Orden. Bei der Brandschatzung von Schlanders im Engadiner Krieg (1499) wurde die Kirche zerstört.Bereits 1505 war Marä Himmelfahrt im gotischen Stil dreischiffig wiederaufgebaut. Unter wesentlicher Beteiligung des österreichischen Hofkammermalers von Tirol Joseph Adam Mölk (ab 1774 Ritter von Mölk) erhielt das Kirchenschiff Mitte des 18. Jahrhunderts durch umfassende Umbaumaßnahmen unter Verwendung von heimischen Marmor sein jetziges barockes Aussehen.Lichtes Langhaus mit FreskenmalereiBeim Umbau wurden unter anderem die tragenden Pfeiler im Innenraum durch Stützen an den Wandseiten ersetzt und so ein durchgehender großer lichter Raum geschaffen. Mölk konzentrierte sich bei der Ausschmückung auf große Fresken. Insbesondere fallen seine Darstellung der Heiligen Esther sowie die Marien-Darstellungen ins Auge.Auch der neobarocke Hochaltar (1910) ist durch eine Marien-Statue thematisch auf die Muttergottes ausgerichtet. Der Legende nach soll die Statue im Mittelalter in der Feldmark von Schlanders gefunden worden sein. Als Dank für die Verschonung des Ortes vor napoleonischen Truppen 1799 wird die Marienstatue alljährlich in einer feierlichen Prozession durch die Marktgemeinde getragen.
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Natur

Reschensee

Graun, Vinschgau

Der Reschensee oder auch auf italienisch "Lago di Resia" ist ein 6 km langer Stausee, der zur Gemeinde Graun gehört.Wahrzeichen der RegionMitten aus dem Reschensee ragt ein Kirchturm heraus, der mittlerweile als Wahrzeichen und eines der meist fotografiertesten Denkmäler der Region gilt. Im Jahr 1950 wurde der Reschensee aufgestaut, dabei wurden über 600 Hektar Land mit den Dörfern Alt-Graun und Reschen überflutet und sehr viele Familien verloren dabei ihre Existenz.Der Turm ist der Glockenturm der ehemaligen Pfarrkirche St. Katharina und das einzige Überbleibsel des Dorfs Alt-Graun. Im Jahr 2009 wurde das Mauerwerk des unter Denkmalschutz stehendes Turms saniert und dabei wurden auch gleichzeitig das Dach und die Ziffernblätter der Turmuhr erneuert.Sport und Freizeit am ReschenseeDer Reschensee ist nicht nur wegen des Kirchturms ein beliebtes Ausflugsziel. Auch von Wanderer wird er gerne besucht, denn rund um den See führt eine 15,3 km lange Wander- und Laufstrecke, die auch von Nordic-Walkern genutzt wird.Angler fahren ebenfalls gerne an den Reschensee, denn hier kann man z.B. Forellen, Barsche und Hechte fischen.Am Stausee gibt es teilweise relativ starken Wind, daher wird er im Sommer regelmäßig von Seglern, Wind- und Kite-Surfern besucht.
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Sehenswürdigkeiten

Spitalkirche zum Heiligen Geist

Latsch, Vinschgau

Latsch ist eine der größeren Gemeinden im mittleren Vinschgau. Baudenkmäler gibt es in Latsch viele. Zu den absolut sehenswerten Sakralbauten gehört dabei die Spitalkirche zum Heiligen Geist. Diese befindet sich in der Hauptstraße und stellt heute ein beeindruckendes Gesamtkunstwerk im gotischen Stil dar. Die Kirche gehörte früher zu einem Krankenhaus.Meisterhafte MalereienVon außen eher unscheinbar, bietet die Spitalkirche im Inneren einige sehenswerte Kunstschätze. Auch Nichtgläubige wird der prächtige Flügelaltar der Latscher Spitalkirche begeistern, der zu den wertvollsten in ganz Südtirol zählt. Ein Werk des schwäbischen Holzbildhauers Jörg Lederer, der vermutlich 1470 in Füssen oder Kaufbeuren das Licht der Welt erblickt hat. Später taucht der Künstler dann im Südtiroler Pfarrarchiv von Partschins auf.Auf der Rückseite des Altars finden sich übrigens Malereien, die man dem Maler Hans-Leonhard Schäuffelin zuschreibt. Doch auch das weiße Marmorportal und die Wandfresken der Kapelle sind sehenswert. Die stammen vom Tiroler Maler Adrian Mair. Eine Besichtigung der Kirche ist gegen einen Eintritt möglich. Ist kein Personal vor Ort, ist eine Spende in den Opferstock gerne gesehen.
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Sehenswürdigkeiten

St. Benedikt

Mals, Vinschgau

Die kleine vorromanische St. Benedikt Kirche in Mals ist eine der ältesten noch erhaltenen Kirchen Europas. Sie liegt am westlichen Ortsrand der hoch gelegenen Gemeinde Mals in Südtirol.Architektur der KircheDie St. Benedikt Kirche ist ein einfacher rechteckiger Bau mit Rundbogenfenstern und -türen. An der Nordseite befindet sich der viereckige Kirchturm. Im Inneren der Kirche gibt es drei Altarnischen, die ursprünglich mit Stuckplastik gestaltet wurden. Einige wenige Überreste davon sind noch heute zu sehen.St. Benedikts GeschichteErbaut wurde die St. Benedikt Kirche in Mals im 8. Jahrhundert. Sie wurde dem Heiligen Benedikt von Nursia geweiht. Bis ins 12. Jahrhundert gehörte die römisch-katholische Kirche dem Bischof von Chur. Im 12. Jahrhundert wurde der romanische Kirchturm angebaut. Nach ihrer Entweihung wurde die Kirche viele Jahre lang als Lagerraum genutzt. Das änderte sich, als im 20. Jahrhundert wiederentdeckt wurde, was die Kirche zu einem einzigartigen Baudenkmal macht: ihre Fresken.Einzigartige Fresken entdecken Im Inneren der St. Benedikt Kirche in Mals finden sich einzigartige Fresken, die um das Jahr 800 herum entstanden sind. Die karolingischen Wandmalereien zählen somit zu den ältesten Fresken Westeuropas. Zu sehen sind unter anderem Jesus Christus, der Heilige Stephan, eine zwölfköpfige Engelsschar und Papst Gregor der Große. Weltweit einzigartig ist die Darstellung eines fränkischen Grundherrn, der die Tracht aus jener Zeit trägt.ÖffnungszeitenDie Kirche St. Benedikt ist von Anfang April bis Anfang November Montag bis Samstag von 10 bis 13 Uhr geöffnet. Im Hochsommer von Mitte Juli bis Ende August kann man die Kirche dienstags, mittwochs und donnerstags von 15 bis 16 Uhr besuchen. Von November bis März stehen die Kirchentüren den Besuchern immer freitags um 10 Uhr offen.
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Sehenswürdigkeiten

St. Pankraz

Glurns, Vinschgau

Abseits der vollständig erhaltenen, wehrhaften Stadtmauern aus dem Jahr 1500, gehört die spätgotische Kirche St. Pankraz zu den Wahrzeichen der Gemeinde Glurns.St. PankrazWo St. Pankraz heute ihren Zwiebelturm erhebt, war erstmals im Jahr 1300 eine Pfarrei erwähnt worden. Um 1481 entstand der Kirchenbau als einheitlich spätgotischer Sakralbau. Dabei ist der Glockenturm von St. Pankraz mit den typischen vertikal und horizontal verlaufenden Mörtelfugen der älteste Teil des Bauwerks. Die barocke Zwiebelhaube war dagegen später aufgesetzt worden.Ein mit der Jahreszahl 1496 datiertes Fresko stellt das Jüngste Gericht dar. Es schmückt die äußere Wand des Turms. Das Hauptportal des sogenannten Langhauses von St. Pankraz hat eine typisch gotische Spitzbogenform.Das Innere des GotteshausesDer Innenraum von St. Pankraz war ursprünglich spätgotisch gestaltet worden, 1965 wurde er komplett restauriert. Aus dem Jahr 1495 ist ein Fresko mit der Darstellung der Heiligen Anna selbdritt erhalten, das sich neben dem Seitenaltar befindet. Bemerkenswert ist eine Pietàgruppe aus der Zeit um 1440 - das Vesperbild wird an hohen Festtagen auf der linken Seitenaltarmensa aufgebaut.Die Glasfenster des Chors sind Werke der namhaften Tiroler Glaswerkstätten aus dem Jahr 1893. Eines der Fenster stellt Christi Geburt sowie die Auferstehung und den Kreuzestod des Messias dar. Fenster mit Darstellungen der Mutter Maria und des Heiligen Gotthard von Hildesheim sind Familienstiftungen. Auf den Gründer der Kirche Jörg von Lichtenstein weist ein imposantes Sandsteinrelief im Chorraum hin.Die meisten Grabsteine auf dem Friedhof bei St. Pankraz wurden aus dem berühmten Laaser Marmor hergestellt. Hier fand auch der Grafiker und Zeichner Paul Flora (1922-2009), ein Sohn der Stadt Glurns, seine letzte Ruhestätte.Das Gotteshaus kann an Sonn- und Feiertagen während der Messe besichtigt werden.
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Sehenswürdigkeiten

Alpine Straße der Romanik

Mals, Vinschgau

Die Alpine Straße der Romanik - Stiegen zum HimmelZwischen dem Schweizer Engadin und dem Südtiroler Vinschgau erstreckt sich die Alpine Straße der Romanik - die sogenannten "Stiegen zum Himmel". Hierbei handelt es sich um eine Perlenkette mittelalterlicher Bau- und Sakralkunst innerhalb eines grenzübergreifenden Wander- und Kulturprojekts.Das Erfassen der Bauwerke nach dem architektonischen Schwerpunkt der Romanik sollte dafür sorgen, dass auch weniger touristisch bekannte Bauwerke nicht in Vergessenheit geraten. So kann man auf der alpinen Straße der Romanik allein in der Kulturregion Vinschgau diverse Burgen, Schlösser, Klöster, aber eben auch kleinere Kapellen, Dörfchen und Städtchen, die vorwiegend romanisch geprägt sind, erlaufen, erwandern und erfahren.Spannendes KulturerlebnisAuf der Kulturreiseroute begegnen dem Wanderer vorwiegend Sakralbauten aus der Zeit der Früh- und Hochromanik, aber auch Burgen, die kleinere oder größere Geheimnisse bereit halten. Eine von ihnen ist Hocheppan, wo ein Fresko in der Kapelle den ersten Knödel der Welt darstellt. Ebenfalls zur Straße der Romanik gehören das Benediktinerstift Marienberg oberhalb Burgeis und die St.-Benedikt-Kirche in Mals. Als ältester Sakralbau der Route gilt St.-Johann-Kirche in Prad am Stilfserjoch.Die Straße der Romanik mit ihren karolingischen und romanischen Kleinodien befindet sich im Siedlungsgebiet der Rätier und im Zentrum der Macht Karls des Großen. So zahlreich sakrale Bauten vertreten sein mögen, der kulturhungrige Wanderer findet auch eher profane Ausflugsorte wie die Stadt Glurns, das Schloss Tirol in Dorf Tirol und den Fröhlichsturm in Mals.Wie der Name "Stiegen zum Himmel" schon sagt, geht es zuweilen bergauf und bergab - manche der Kulturstätten können nur zu Fuß besucht werden.
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Sehenswürdigkeiten

Burgruine Lichtenberg

Prad am Stilfserjoch, Vinschgau

Wo einst die Grafen von Tirol residiertenDer Vinschgau ist eine alt eingesessene Kulturregion im Herzen Südtirols und zu jeder Jahreszeit eine Reise wert. Hier finden sich Weingüter und Wanderwege, dazu der Nationalpark Stilfser Joch, aber auch Bauten wie die Burgruine Lichtenberg, die von der wechselhaften Geschichte der Region zeugen.Trutzfeste gegen das BistumDie Anlage liegt oberhalb des Dorfs und diente einst den Grafen von Tirol in ihren Streitigkeiten mit dem Bistum Chur als Rückzugsort und Ausguck. Denn von hier, von der heute verfallenen Höhenburg aus, konnte der umkämpfte Vinschgau bestens kontrolliert werden. Urkunden, in denen die Anlage erstmals genannt wird, datieren auf das Jahr 1259. Um 1315 ist die Burg dann weiter ausgebaut worden.Das Dorf unterhalb der Burgruine liegt auf rund 900 Metern Seehöhe und nahe des Jakobsweg, weswegen die Region auch für Wanderer, Pilger und Mountainbiker interessant ist. Das Wahrzeichen stellt jedoch die ehemalige Höhenburg dar, eine noch heute beeindruckende Trutzfeste, weswegen der Ort sehr bekannt ist. Allein die Größe der Anlage beeindruckt. Wie auch die Fresken, die 1400 zur Ausstattung des Grafen- und Spähsitzes hinzukamen. Die finden sich heute allerdings größtenteils in Innsbruck im Museum. Lediglich einige wenige verblieben in der Kapelle der Ruine und wurden vor einigen Jahren restauriert. Auf dem benachbarten Hügel befindet sich eine Gedächtniskapelle, die noch aus dem Jahr 1575 stammt.FührungenFührungen finden auf der Burgruine in der Zeit von Mitte/Ende Mai bis Ende September immer mittwochs zwischen 10 und 12 Uhr statt. Eine Voranmeldung beim Tourismusverband ist hierzu erforderlich. Auch ein Rundweg führt vom Dorf aus zur Ruine und wird oft von Wanderern genutzt.
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Sehenswürdigkeiten

Churburg

Schluderns, Vinschgau

Die hochmittelalterliche Churburg gehört zu den besterhaltenen Burgen Südtirols, ein echtes Juwel im wunderschönen Vinschgau. Sie erhebt sich oberhalb des Ortszentrums von Schluderns, am Eingang zum Matschertal und bietet einzigartige Aussichten auf das imposante Ortlermassiv.Die bewegte GeschichteErbauer der um 1250 errichteten Burg war der Fürstbischof von Chur. Erstmals urkundlich erwähnt wurde sie im Jahre 1259 unter dem Namen "Curberch". Der Bischof von Chur ließ sie als Bollwerk zum Schutz vor den Matscher Vögten errichten. Im Jahre 1297 fiel sie dennoch in deren Hände. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts, nach dem Ableben der Herren von Matsch, ging die Churburg in den Besitz der Familie Trapp über, die die Anlage zu einem prächtigen Renaissanceschloss um- und ausbaute. Sie dient der Familie bis heute als Sommerresidenz.Ein außergewöhnliches BauwerkDie Burg ist äußerlich ein Hingucker, aber auch im Innern verbergen sich viele kleine und große Schätze. Bergfried, Ringmauer und Palas sind der Kern der Anlage und von Toren, Türmen und Zwingern sowie einer romanischen Kapelle und einer weitläufigen Gartenanlage umgeben. Auffallend ist der bemalte Arkadengang mit Renaissancegewölbe aus Laaser Marmor. Über dem Gewölbe sind die Stammbäume der Grafen von Matsch und Trapp und an den Wänden, Szenen aus der Fabelwelt Äsops zu sehen.Faszinierende Kostbarkeiten finden sich auch in der Kapelle, wie z.B. eine Madonnenskulptur und Totenschilder. Überregional bekannt ist die weltweit größte private Rüstkammer der Churburg mit mehr als 50 komplett erhaltenen Rüstungen, Schwertern und anderen Hieb- und Stichwaffen. Highlight hier ist eine 2,10 m große und über 40 kg schwere Rüstung aus der Zeit um 1450 vom Mailänder Waffenschmied Missaglia.

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